Zahlreiche pro-kurdische Demonstranten protestieren in Berlin gegen die Aggression der Türkei im Norden Syriens.
Foto: Eric Richard

BerlinZahlreiche pro-kurdische Demonstranten sind am Sonnabendnachmittag vom Potsdamer Platz aus über die Friedrichstraße zum Brandenburger Tor gezogen. Aufgerufen zu dem Marsch hatte unter anderem das kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit "Civaka Azad". Er stand unter dem Motto "Gegen den türkischen Angriffskrieg in Nordsyrien - Solidarität mit Rojava". In Sprechchören und auf Plakaten kritisierten die Demonstranten den Angriff der Türkei auf die Kurdengebiete im Norden Syriens.

Die Polizei zählte nach Angaben eines Sprechers mehr als 2.000 Teilnehmer. Die Demonstration sei friedlich verlaufen, sagte der Sprecher. Gegen 15.45 Uhr wurde die Demonstration am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor durch den Veranstalter beendet.

Für den Abend haben pro-kurdische Gruppen per Telegram-Messenger zu einer Blockade der Oberbaumbrücke in Friedrichshain aufgerufen. Auch auf dem Hermannplatz in Neukölln wurde für 17 Uhr eine Kundgebung angemeldet.

Derzeit wird in vielen Städten gegen den türkischen Angriff demonstriert. Eine Großdemonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern, zu der bundesweit mobilisiert wurde, fand in Köln statt.