Technische Universität reagiert auf Energiekrise

Angesichts der Energiekrise und steigender Gaspreise reagiert die Technische Universität Berlin (TU) mit verschiedenen Sofortmaßnahmen und der Gründung einer...

ARCHIV - Das Hochhaus (Telefunkenhaus) der Technischen Universität (TU) Berlin.  ZB/Archivbild
ARCHIV - Das Hochhaus (Telefunkenhaus) der Technischen Universität (TU) Berlin. ZB/ArchivbildBritta Pedersen/dpa-Zentralbild/

Berlin-Angesichts der Energiekrise und steigender Gaspreise reagiert die Technische Universität Berlin (TU) mit verschiedenen Sofortmaßnahmen und der Gründung einer Energie-Task-Force. „Wir stehen in der Pflicht und Verantwortung, sofort zu handeln und perspektivisch zu planen. Wir werden jede Gelegenheit zum Einsparen prüfen“, erklärte TU-Präsidentin Geraldine Rauch laut einer Mitteilung der Uni vom Montag.

Die Maßnahmen, die etwa die Bereiche Raumklimatisierung, Heizung, Warmwasseraufbereitung und Beleuchtung umfassen, wurden demzufolge in der letzten Woche von der Uni-Leitung beschlossen. Auch eine effizientere Raumnutzung der Hörsäle und vorübergehende Gebäudeschließungen über den Jahreswechsel gehören demnach dazu. Eine Task Force Energie, die das Energiesparen koordinieren und planen soll, konstituierte sich ebenfalls letzte Woche.

Wichtig sei nicht zuletzt auch ein bewusstes und aktives Energiesparen aller TU-Mitglieder, betonte Rauch. Weitere, teils auch einschneidende Maßnahmen könnten folgen - etwa auch als Teil eines Krisenplans für den kommenden Herbst und Winter. Rauch forderte die Landespolitik zudem auf, die Uni zu unterstützen - allein mit dem Landesbudget sei die finanzielle Herausforderung nicht zu stemmen.

Die Energiekosten der TU betrugen demnach im letzten Jahr etwa 19 Millionen Euro. Die steigenden Energiepreise erhöhten die Kosten schon im laufenden Jahr deutlich, so dass mit beträchtlichen Mehrausgaben in 2022 zu rechnen sei, hieß es. Zudem seien weitere, möglicherweise drastische Preissteigerungen zu erwarten. Die TU erhält den Angaben nach einen Landeszuschuss von 354 Millionen Euro bei etwa 33 500 Studierenden und etwa 7300 Beschäftigten. Sie bewirtschaftet mehr als 100 Häuser.