Ukraine, Zolote nahe der neuen Grenzgeiete
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BogdanovkaUkrainische Regierungstruppen und prorussische Rebellen haben mit dem geplanten Abzug von Truppen aus einem umkämpften Gebiet in der Ostukraine begonnen. Der Abzug ist ein weiterer Versuch der Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine.

Ursprünglich war der Abzug der ukrainischen Armee und der prorussischen Rebellen aus der Gegend rund um das Dorf Petriwske in der Region Donezk bereits am vergangenen Montag geplant. Das Vorhaben war jedoch wegen des Bruchs einer siebentägigen Feuerpause durch Schüsse der Rebellen zunächst gestoppt worden.

Der Abzug aus Petriwske wäre der letzte von insgesamt drei Rückzügen von Regierungs- und Rebelleneinheiten. Ende Oktober war der Abzug aus einem Gebiet in der Region Luhansk erfolgt. Erstmals hatten sich im Sommer Truppen aus einem Sektor in der Konfliktregion zurückgezogen.

Für Moskau ist der Abzug eine der Bedingungen für ein erstes Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj, das im sogenannten Normandie-Format unter Beteiligung Deutschlands und Frankreichs stattfinden könnte.

Selenskyj bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Mai um eine Wiederbelebung des Friedensprozesses im Osten der Ukraine. In dem seit 2014 andauernden Konflikt wurden bereits fast 13.000 Menschen getötet. Der Rückzug aus den Gebieten wurde in einem Abkommen von 2016 vereinbart und soll zeitgleich stattfinden. Viele ukrainische Nationalisten sowie Veteranen, die gegen die prorussischen Rebellen gekämpft hatten, sind strikt gegen den Rückzug.