Nairobi - Mutmaßlich islamische Terroristen haben im Norden Kenias einen Bus angegriffen und acht Menschen getötet, darunter auch Polizisten.

Die Regierung des Landes machte am Samstag Mitglieder der somalischen Terrorgruppe Al-Shabaab für die Attacke vom Freitag im Bezirk Wajir verantwortlich, wie es in einer Mitteilung des Präsidentenbüros hieß. Der Bus war auf der Fahrt in die Stadt Mandera an der Grenze zu Äthiopien, als er in einen Hinterhalt geriet. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Verbindungen zu Al-Kaida

In Wajir haben Bewaffnete mit Verbindung zu Al-Shabaab in jüngerer Zeit verstärkt Terroranschläge verübt. Al-Shabaab ihrerseits unterhält Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verüben dort immer wieder Angriffe.

Seit 2011 unterstützen die kenianischen Streitkräfte dort den Kampf gegen Al-Shabaab. Seitdem kommt es auch in Kenia immer wieder zu Anschlägen. Im Januar griffen Al-Shabaab-Kämpfer einen Hotelkomplex in der Hauptstadt Nairobi an und töteten mehr als 20 Menschen. Die Gruppe rekrutiert auch Kämpfer in Kenia, vor allem an der Küste. (dpa)