Brüssel - Bei einem Messerangriff in Brüssel sind am Mittwoch zwei Polizisten verletzt worden. Ein Mann habe die beiden Beamten angegriffen und einen von ihnen am Hals, den anderen am Bauch verletzt, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft, Jennifer Vanderputten. Der Angreifer sei nach der Tat angeschossen und festgenommen worden. „Er hat eine Schussverletzung am Bein“, sagte die Sprecherin.

Laut belgischen Medienberichten ereignete sich der Angriff während einer Polizeikontrolle auf einer Hauptstraße der Hauptstadt-Gemeinde Schaerbeek. Der Angreifer habe versucht zu fliehen, woraufhin eine andere Polizeistreife auf ihn geschossen habe.

Die Behörden ermitteln wegen Terrorverdachts. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft habe die Ermittlungen an sich gezogen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. 

Am 6. August hatte ein Mann vor einer Polizeiwache im südbelgischen Charleroi zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen. Der Mann rief dabei „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“ auf Arabisch), bevor ein Polizist auf ihn schoss. Der Angreifer erlag später seinen Verletzungen.

Am 7. September griff ein Mann zwei Polizisten im Brüsseler Stadtteil Molenbeek mit einem Messer an, die Beamten blieben aber unverletzt. Der Mann war polizeibekannt, aber nicht im Zusammenhang mit dem radikalen Islam aufgefallen.

In Belgien herrscht erhöhte Wachsamkeit, seit bei islamistischen Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel im März 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden waren. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen. (afp)