Stockholm - Die Bundesregierung hat der schwedischen Bevölkerung nach dem mutmaßlichen Lkw-Attentat in Stockholm ihre Solidarität versichert.

„Wir stehen zusammen gegen den Terror“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. Die Gedanken der Bundesregierung gingen zu den Menschen in Stockholm, zu Verletzten, Angehörigen, Rettern und Polizisten.

Frank-Walter Steinmeier zeigt sich erschüttert

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich erschüttert über den Anschlag in Schwedens Hauptstadt Stockholm gezeigt. „Mit Erschütterung habe ich während meines Besuchs in Athen von dem brutalen Angriff auf unschuldige Menschen in Stockholm erfahren“, erklärte Steinmeier, der sich am Freitag in Griechenland aufhielt.

„Auch wenn die Hintergründe noch unklar sind: Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den Opfern und Verletzten, bei unseren schwedischen Freunden und allen Menschen in Stockholm“, teilte der Bundespräsident weiter mit.

Sigmar Gabriel entsetzt

Auch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault haben sich entsetzt über den Anschlag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm geäußert. „Dass nun auch Schweden Opfer eines solchen Terroraktes geworden sein soll, erschüttert uns zutiefst“, erklärten die beiden Außenminister am Rande einer gemeinsamen Mali-Reise. „Das Engagement unseres nordischen Nachbarn für Menschenrechte, für Frieden und Gerechtigkeit ist buchstäblich. Umso größer ist jetzt unser Entsetzen angesichts der Bilder mitten aus dem Herzen Stockholms.“ In Stockholm war ein Lastwagen am Nachmittag vor einem gut besuchten Kaufhaus in eine Menschenmenge gerast und hatte anschließend das Geschäft gerammt.

Dem schwedischen Inlandsgeheimdienst Säpo zufolge gab es mehrere Tote und zahlreiche Verletzte. Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven sprach von einem Terroranschlag. „Wir bangen mit den Schwedinnen und Schweden und sind in Gedanken bei ihnen, bei den Opfern und ihren Familien und Freunden. In diesen schweren Stunden stehen wir an der Seite unserer schwedischen Freunde“, erklärten Gabriel und Ayrault weiter. „Wir hoffen, dass diese schreckliche Tat rasch aufgeklärt werden kann

Schwedische Königsfamilie schockiert

Die schwedische Königsfamilie hat schockiert auf das mögliche Attentat mit einem Kleinlaster in Stockholm reagiert. „Ich und die gesamte Königsfamilie haben mit größter Bestürzung die Informationen über das Attentat in Stockholm entgegengenommen”, schrieb König Carl XVI. Gustafauf der Homepage der Königsfamilie.

Ein Kleinlaster war am Nachmittag im Stockholmer Zentrum in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Die Polizei spricht von Terrorverdacht. Nach Angaben des schwedischen Radios soll es mindestens drei Tote geben.

Schwedische Regierung spricht von Terror

Schwedens Regierung spricht im Zusammenhang mit dem Zwischenfall in Stockholm von einer Terrortat. „Schweden ist angegriffen worden. Alles deutet auf eine Terrortat hin”", sagte Ministerpräsident Stefan Löfven dem schwedischen Fernsehen.

Thomas de Maizière spricht Mitgefühl aus

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach dem mutmaßlichen Lkw-Attentat in Schweden den Opfern und ihren Angehörigen sein Mitgefühl ausgesprochen. „Schon wieder hat uns eine entsetzliche Nachricht erreicht, diesmal aus Stockholm: Wir wissen noch nicht, ob es Bezüge zum internationalen Terrorismus gibt, auch wenn erste Bilder diesen Gedanken aufkommen lassen“, teilte de Maizière am Freitag mit.

Für die Sicherheitsbehörden sei diese Frage wichtig und müsse geklärt werden. Für die Opfer und ihre Angehörigen sei die Motivation für diese „furchtbare Tat“ zweitrangig. „Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei jenen, die so jäh aus dem Leben gerissen worden sind und bei ihren Angehörigen“, so der Minister.

(dpa)