Saarbrücken - Der wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung in Saarbrücken inhaftierte Syrer sollte nach Ansicht seines Rechtsanwaltes bald wieder freigelassen werden. Er werde in den nächsten Tagen eine Beschwerde gegen den Haftbefehl einlegen, kündigte Marius Müller am Dienstag an. Ein Gericht in Saarbrücken hatte am Sonntag Untersuchungshaft gegen den 38 Jahre alten Asylbewerber angeordnet, weil dieser bei der islamistische Terrormiliz IS um 180 000 Euro für Anschläge gebeten habe.

Es gebe keine Beweise dafür, dass der Mann einen Anschlag geplant habe. Er habe dies dem IS „nur vorgegaukelt“, um an „möglichst viel Geld zu kommen“, sagte Müller. Angeblich habe er das Geld dem IS „abpressen“ wollen, unter anderem um seinen kranken Vater in Damaskus finanziell zu unterstützen. „Das war eine naive Idee“, sagte Müller, der zudem keine Fluchtgefahr seines Mandanten sieht.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wollte der 38-Jährige mit dem Geld aber Autos kaufen, die mit Sprengstoff präpariert in Menschenmengen gefahren werden sollten. Die Überlegungen für Attacken in Berlin, München, Stuttgart, Dortmund und Essen seien allerdings nicht konkret gewesen, hieß es. (dpa)