Texanisches Gürteltier: Mann wird von seiner eigenen Kugel getroffen

Marietta - Mit texanischen Gürteltieren ist nicht zu spaßen. Das musste auch ein Mann feststellen, der nach einem Zusammentreffen mit einem der Tiere verletzt ins Krankenhaus kam, wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtete.

Auf einem Highway nahe der Stadt Marietta im Nordosten von Texas schoss der Mann aus bisher ungeklärten Gründen auf den Insektenfresser, der sich in einem Schutzreflex zusammenrollte. An der knöchernen Panzerung, die die Tiere auszeichnet, prallte die Kugel ab und schoss zurück auf den Angreifer.

Während er nicht lebensgefährlich verletzt wurde, traf ihn der Streifschuss doch am Kopf, wie der Mann den Polizisten vor Ort erklärte. Die Behörden veröffentlichten keinen Namen und auch über den Zustand des Gürteltiers ist nichts bekannt. Sie ermitteln wegen eines „versehentlichen Schusswechsels“.

Nicht der erste Zwischenfall

Bereits im April war ein ähnlicher Vorfall bekannt geworden, bei dem der 54-jährige Larry McElroy aus Georgia auf ein Gürteltier in seinem Vorgarten schoss um es davon abzuhalten, Löcher für einen Bau zu graben.

Auch hier prallte die Kugel von dem Panzer des Tieres ab und traf nicht McElroy selbst, sondern seine 20 Jahre ältere Schwiegermutter in den Rücken. Ihre Verletzungen wurden im Krankenhaus behandelt, sie erholte sich schnell. 

Der charakteristische Panzer, der Gürteltiere fast am ganzen Körper schützt, ist einzigartig unter Säugetieren. Er besteht aus Knochenplatten, die durch die Haut der Tiere gebildet werden. In Europa gibt es keine freilebenden Gürteltiere, ihr Lebensraum beschränkt sich auf Nord- und Südamerika. Sie bevorzugen trockenes Klima wie in Wüsten oder Savannen.

In einer vorherigen Version haben wir fälschlicherweise berichtet, dass sich der Vorfall am vergangenen Wochenende ereignet hatte. Tatsächlich haben beide Fälle vor zwei Jahren stattgefunden. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.