Vor 24 Jahren wurde der israelische Tourist Yenon Levi ermordet. Der Fall wurde in Schweden geklärt und längst zu den Akten gelegt. Doch jetzt muss die Polizei in der Provinz Dalarna den Fall wieder aufrollen. Sie lässt die Kleidung des Opfers auf eventuelle DNA-Spuren untersuchen, die dessen Kampf mit dem Mörder hinterlassen haben könnte, sie analysiert Zigarettenstummel vom Tatort und eine eigentümliche Brille, die wohl einem Mann gehört, den man schon 1988 verdächtigte. Warum die Polizei jetzt wieder auf Spurensuche geht? Weil damals ein anderer die Schuld an dem Verbrechen auf sich lud und verurteilt wurde, obwohl er keine Ahnung hatte, was am Tatort in der Waldlichtung in Rörshyttan geschah.

Dieser andere ist der inzwischen 62-jährige Thomas Quick, der sich heute Sture Bergwall nennt. Ob Quick oder Bergwall: Er ist Hauptfigur des wohl übelsten Skandals der schwedischen Kriminalgeschichte, ein psychopathischer Lustlügner, der wegen acht Morden verurteilt wurde, von denen er vermutlich keinen begangen hat. Was nicht nur heißt, dass Schwedens Justiz einen Unschuldigen bestraft hat, sondern auch, dass die acht Täter, die die Morde tatsächlich begangen haben, unbehelligt blieben, und dass die Polizei vor einem Scherbenhaufen steht.

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