7 Uhr: Die Stimmzettel sind ausgezählt. In Berlin holt die SPD zwei Direktmandate. Der Grüne Christian Ströbele zieht erneut in den Bundestag ein. Im Osten der Stadt dominiert die Linke. Die CDU holt fünf Direktmandate im Westen. Frank Steffel erreicht dabei mit 44,9 Prozent das beste Ergebnis für die Christdemokraten.

23.20 Uhr: Auch der Postillon vermeldet am Wahlabend gute Nachrichten: „Im letzten Moment wurde die bis dato noch unbekannte Partei ‚Ja, ich nehme am Gewinnspiel teil‘ vom Bundeswahlleiter zugelassen. Informationen über die genauen Forderungen der neuen Bewegung waren in der Kürze der Zeit nicht verfügbar.“

23.07 Uhr: Finale bei der AFD: Zum Abschied tritt der gefühlte Wahlsieger persönlich ein letztes Mal die Bühne – Bernd, der Professor: Lucky Lucke, noch immer ganz begeistert über den eigenen Wahlerfolg von Plus 4,8 Prozent! Auch wenn es für den letzten kleinen, aber entscheidenden Schritt nicht reiche, sagt der AFD-Parteichef Bernd Lucke, sei das ein beachtlicher Erfolg. Der Saal ist inzwischen stark geleert, die älteren Herrschaften daheim, die Hochrechnungen stabilisieren sich bei 4,8 Prozent. Aber jetzt wird noch mal gejubelt. Darüber, dass die AFD in ganz Ostdeutschland klar über 5 Prozent liegt, wie Lucke sagt. Darüber, dass man ohne großes Geld, aber mit großen persönlichen Engagement einen so erfolgreichen Wahlkampf geschafft habe. „Ich bin stolz darauf, der Alternative für Deutschland anzugehören“, ruft Lucke. Nun müsse man eben „wie andere Parteien vor uns“, den Weg über weitere Landtagswahlen und über die Europawahl im Mai weitergehen. Dann kommt nochmal der AFD-Liedermacher auf die Bühne und singt zum Halbplayback die AFD-Hymne: „Die Rettung ist alternativ!“ Im Refrain singt Parteichef Lucke mit: „Wir geben nicht auf!“

22.43 Uhr: Neben dem miserablen bundesweiten Abschneiden seiner Partei hat FDP-Chef Philipp Rösler am Sonntag auch eine persönliche Wahlschlappe erlitten. Der Bundeswirtschaftsminister brachte es in seinem Wahlkreis Hannover-Land I auf gerade einmal 2,6 Prozent der Erststimmen. Auch der Kandidat der Linkspartei, Diether Dehm, war Rösler am Sonntag mit 3,6 Prozent der Erststimmen um einen Prozentpunkt voraus. Das Rennen im Wahlkreis Hannover-Land I machte CDU-Mann Hendrik Hoppenstedt mit 44,3 Prozent der Erststimmen.

22.28 Uhr: Günther Jauch lässt den verstorbenen Marcel Reich-Ranicki die Runde beschließen, wie er es für das Literarische Quartett getan hat: „Wir sehen betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ Vor der Bekanntgabe des amtlichen Endergebnisses ist dem wohl nichts hinzuzufügen.

22:27 Uhr: Langsam zieht auf der AfD-Wahlparty Ernüchterung ein. In den Hochrechnungen sinkt die Partei inzwischen langsam und entfernt sich von der 5-Prozent-Hürde. Parteichefin Frauke Petry gibt, inzwischen ein Glas Rotwein in der Hand, auf dem Flur vor dem Partysaal Durchhalteparolen aus: "Noch ist alles drin", sagt sie zwei Journalisten. Im Fernsehen klingt Co-Chef Bernd Lucke bei Günther Jauch schon weniger optimistisch. Auch wenn es jetzt nicht reiche, sagt er, sei das Ergebnis ein großer Erfolg. Als Lucke Vorwürfe zurückweist, dass die AfD am rechten Rand fische, beklatscht die gesamte Berliner Wahlparty das noch einmal kräftig.

22.15 Uhr: Auf der Website der Berliner Wahlleiterin gibt es die vorläufigen Ergebnisse der bisher ausgezählten Erststimmen in den Berliner Wahlkreisen.

22.13 Uhr: Ex-Kulturstaatsminister Michael Naumann erscheint noch mal bei der SPD im Willy-Brandt-Haus. Mission: Trost mit Anspruch.

22 Uhr: Die Berliner Linke hat bei der Bundestagswahl voraussichtlich wieder vier Direktmandate errungen. In den drei schon vorher als sicher geltenden Wahlkreisen Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf setzten sich Bundestags-Fraktionschef Gregor Gysi, Ex-Parteichefin Gesine Lötzsch und Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau wieder souverän durch. Allerdings sind nach Angaben der Landeswahlleiterin noch nicht alle Stimmbezirke ausgezählt.

Auch in Pankow dürfte sich der Linke-Abgeordnete Stefan Liebich erneut gegen seine Konkurrenten von CDU und SPD durchsetzen. Liebich lag nach Auszählung von 65 Prozent der Stimmen mit 28,5 Prozent der Erststimmen knapp 5 Punkte vor seinem CDU-Konkurrenten Lars Zimmermann.

21:59 Uhr: Ach je, bis auf Olaf Scholz keine Prominenz mehr bei der SPD im Willy-Brandt-Haus. Doch - Willy Brandt! Aber der ist aus Bronze.

21.52 Uhr: Klaus Wowereit freut sich über den Ärger, den die CDU nun mit dem kraftstrotzenden Horst Seehofer haben wird. „Wenn Sie heute sonst keine Freude haben, gönne ich sie Ihnen“, kontert Schäuble. Die Runde bei Günther Jauch wirkt ansonsten auch eher freudlos. Schäuble gibt einen nachdenklichen, wenig euphorischen Sieger ab.

21.40 Uhr: Christopher Lauer von den Berliner Piraten meldet sich erstmals zu Wort und findet klare Worte: „Wir müssen mal unseren Scheiß klar kriegen“, lautet seine bittere Analyse. Auf seiner Webseite listet er einige Gründe für das schlechte Ergebnis der Piratenpartei auf.

21.38 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat kein Direktmandat für den Bundestag gewonnen. Im Wahlkreis Mettmann unterlag er wie vor vier Jahren der CDU-Kandidatin Michaela Noll. Steinbrück erhielt am Sonntag nach Angaben der Stadt Mettmann 33,3 Prozent der Erststimmen, für Noll stimmten 50,6 Prozent der Wähler. Als Nummer eins auf der nordrhein-westfälischen Landesliste der SPD hat Steinbrück ein Bundestagsmandat aber sicher.

21.34 Uhr: Merkel zurück in Parteizentrale. Die ganze Führungsriege singt "an Tagen wie diesen". Merkel wippt mit, Kauder schnappt sich das Mikro. Ex-Generalsekretär Heiner Geißler, der mit der CDU sehr gehadert hat, ist auch da, Merkel holt ihn auf die Bühne. Riesenjubel.

21.30 Uhr: Nein, es wurde kein Champagner ausgeschenkt im CDU-Präsidium, verrät Wolfgang Schäuble Günther Jauch, nicht einmal ein Piccolöchen. Es wird ernst für die Union. Ohne die FDP als Koalitionspartner trägt sie die Regierungsverantwortung nun allein. Offenbar sackt diese Erkenntnis langsam. Dass nun ausgerechnet ein echter Liberaler wie Gerhart Baum den Niedergang der FDP von Rösler und Brüderle erläutern darf, ist bitter.

21.28 Uhr: Die Satiriker-Kollegen vom NDR-Magazin „Extra 3“ wollen die Liberalen trösten und haben ihren vor einem Jahr komponierten Song „FDP – ich mag dich“ noch mal ausgegraben. Ihr Lied widmen sie „der sympathischen kleinen Nicht-Regierungsorganisation“. Zu hören ist es hier:

21.22 Uhr: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat am Wahlabend ihren Rückzug aus dem Bundeskabinett angekündigt. „Ich habe mich entschieden, für das nächste Kabinett nicht wieder als Ministerin zur Verfügung zu stehen“, sagte Schröder am Sonntagabend in Wiesbaden. „Ich möchte zukünftig mehr Zeit für meine Familie haben, vor allem für meine Tochter Lotte.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sie diesen Beschluss schon Anfang des Jahres mitgeteilt, sagte die 36-Jährige. Schröder war seit 2009 Familienministerin, sie wurde als amtierende Ministerin Mutter. Als Bundestagsabgeordnete wurde Schröder in Wiesbaden wiedergewählt.

21.16 Uhr: Auch bei den ausländischen Medien dominiert die Bundestagswahl die Online-Schlagzeilen: Die französische Zeitung Le Monde bringt sogar einen Liveticker zu den Wahlergebnissen. Die New York Times berichtet über die möglichen Folgen einer großen Koalition: „Such a constellation may require lengthy negotiations, however, which would prolong a period of political suspension that Germany’s European Union partners, eager for more forceful action to combat the bloc’s economic crisis, had hoped would end with the vote.”

Auch der griechische Sender Mega TV rechnet mit einer großen Koalition, die „die Regierung ein Stück weiter links“ in Richtung einer Europafreundlicheren Politik rücken könnte, so der Kommentator Pavlos Tsimas. Er zeigt sich besorgt, dass die AfD es mit ihrer „üblen anti-griechischen Propaganda“ in den Bundestag schaffen könnte. Bei der BBC hat Angela Merkel es nicht mal in die Top News geschafft – Kenia und Manchester United sind den Briten wichtiger.

21.15 Uhr: Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat zum vierten Mal in Folge das Direktmandat im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg geholt. Der 74-Jährige büßte nach den Zahlen der Landeswahlleiterin am Sonntag aber Stimmen ein. Der Grüne erhielt 36,7 Prozent der Erststimmen - 10 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Ströbele behält in seinem Wahlkreis aber großen Abstand zu den Kandidaten von Linkspartei, SPD und CDU.

21.06 Uhr: Wirklich glücklich wirken sie nicht die beiden Damen von der Union. Mehrheiten sind flüchtig, schwant der Kanzlerin. Und eine stabile Regierungsmehrheit ist erst einmal nicht in Sicht. Zumal mit Gerda Hasselfeldt an ihrer Seite. Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe streitet weiter für Betreuungsgeld und PKW-Maut, säuerlich belächelt von den Herren Steinbrück, Trittin und Riexinger auf der Oppositionsbank.

20.50 Uhr: Das CDU-Wahlkampfteam hat neue T-Shirts: "Wir bleiben Kanzlern."

20.47 Uhr: "Fassungslos", sagt ein Pirat, der an einem der Biertische im Garten der Urban Spree Galerie in Friedrichshain sitzt, "aber weniger über unser Wahlergebnis, sondern über die absolute Mehrheit der CDU." Ein kalter Wind weht über das Gelände, es wird Herbst. "Und die AfD", sagt der Pirat, "die macht mir Magenschmerzen." Dann steht er auf und geht nach Hause.

20.45 Uhr: Auch im seit dem Mauerfall SPD-regierten Brandenburg zeichnet sich ein Erdrutsch ab. Erstmals überhaupt scheinen alle zehn Bundestags-Direktwahlkreise an die CDU zu gehen. Bei den Wahlen 2009 konnte sich die Union lediglich im Wahlkreis 65 im Süden des Landes durchsetzen. Damals gingen noch fünf Wahlkreise an die Linke und nach herben Verlusten vier an die SPD. Zu den prominentesten Verlierern des Abends scheint sich nach gegenwärtigem Auszählungsstand der bisherige SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier zu entwickeln. Wenn auch ganz knapp führt dort im Moment die CDU-Kandidatin Andrea Voßhoff.

Auch bei den Zweitstimmenergebnissen bahnt sich im rot-rot regierten Brandenburg eine radikale Verschiebung zu Gunsten der Union an. Sie rückt von Platz drei hinter Linken und SPD bei diesen Bundestagswahlen mit über 35 Prozent auf Platz eins auf. Die SPD liegt gegenwärtig bei gut 23, die Linke bei gut 22 Prozent.

20.39 Uhr: Peter Frey für das ZDF und Thomas Baumann für die ARD versuchen in der Berliner Runde Koalitionsoptionen auszuloten. Mit mäßigem Erfolg. Die Kanzlerin fährt auf Sicht. Ob sie mit einer absoluten Mehrheit mit nur einem Mandat Vorsprung allein weiter regieren will, ist von ihr nicht zu erfahren bevor das amtliche Endergebnis feststeht. Peer Steinbrück gefällt die Rolle einer starken Oppositionspartei für die SPD sichtlich besser als die eines Steigbügelhalters für Angela Merkel. Aber auch von ihm gibt es keine „ultimativen Festlegungen“. Am deutlichsten wird Jürgen Trittin für die Grünen: „Ich kann keiner Partei raten, sich in eine (Große) Koalition zu begeben, in der es auf sie eigentlich gar nicht ankommt.“

20.30 Uhr: Der Tanzsaal bei den Piraten Berlin ist - leer. Draußen senken sich sanft Hasch-Schwaden über manche Köpfe.

20.24 Uhr: Die FDP ist abgeschrieben. Bei der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF, bei der die Parteivorsitzenden beziehungsweise Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenden Parteien, diskutieren, wurde die FDP kurzerhand wieder ausgeladen. Merkel ist sich angesichts des Wahldebakels für die Liberalen keiner Schuld bewusst. Es sei richtig gewesen, eine Zweitstimmenkampagne für die FDP abzulehnen. Sie bedauere es allerdings, dass es die FDP nicht geschafft habe.

20.19 Uhr: Die Linke kostet ihren Wahlerfolg voll aus. Als Gregor Gysi die Bühne der Berliner Kulturbrauerei betritt, gibt es sofort „Gregor, Gregor“-Rufe. Der Spitzenkandidat ruft zurück: „Wer hätte das 1990 gedacht, dass diese Partei die drittstärkste Kraft der BRD wird?“ Das Spitzenteam schmeißt die Blumensträuße ins Publikum, die es zuvor übereicht bekommen hat. Fraktionsvize Dietmar Bartsch sagt: „Wir haben einen großen Auftrag bekommen - nämlich die Oppositionsführerschaft im Deutschen Bundestag. Den Auftrag werden wir annehmen.“ Auf die Frage, ob sich die Linke auch selbst ändern müsse, um die Rolle ausfüllen zu können, antwortet Bartsch: „Heute feiern wir vor allem und ändern uns nicht.“ Dann geht er: feiern.

20.02 Uhr: Die eurokritische AfD hat vor allem im Osten viele Stimmen eingefahren. Einer Hochrechnung des MDR zufolge kam die Alternative für Deutschland in den ostdeutschen Bundesländern auf 5,9 Prozent, im Westen dagegen nur auf 4,6 Prozent. Andersrum sah es bei der FDP aus: Sie kam im Westen auf 5,0 Prozent, im Osten dagegen nur auf 2,6 Prozent der Wählerstimmen.

19.37 Uhr: Wolfgang Schäuble, der große Realist, ist über das Wahlergebnis nicht glücklich. Ja, ein großer Sieg für Angela Merkel und die Union, findet der Finanzminister, aber keine wirklich stabilen Mehrheitsverhältnisse. Schäuble hofft noch auf die FDP, also auf ein Wunder.

19.30 Uhr: Frank-Walter Steinmeier räsoniert über die Große Koalition. Die Erfahrung der letzten Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten unter Angela Merkel schreit für den Fraktionsvorsitzenden der SPD nicht nach Wiederholung.

19.26 Uhr: Ihre Hände zittern, als Katharina Nocun, Geschäftsführerin der Piraten und eine ihrer Spitzenkandidaten, auf die Bühne tritt, neben ihr Miriam Seyffarth, die Platz zwei auf der Landesliste hat. Auf der Leinwand neben den beiden zeigen die ersten Hochrechnungen gerade die absolute Mehrheit der CDU. "Wir haben eins auf die Fresse bekommen", sagt Nocun, "jetzt wischen wir uns den Dreck aus dem Gesicht und kämpfen weiter." Die Piraten applaudieren tapfer. "Es gibt viele Gründe für dieses Wahlergebnis", sagt Miriam Seyffarth. "80 Millionen Gründe", ruft einer aus dem Publikum. Welche davon das Wahlergebnis der Piraten erklären können, darum wird es für die Partei wohl gehen in den nächsten Wochen.

19.24 Uhr: Wolfgang Gerhardt, der frühere Parteichef der FDP meint, nach dem Wahldebakel für die Liberalen wird NRW-Landeschef Christian Lindner künftig in der Bundespartei eine bedeutende Rolle spielen.

19.21 Uhr: Die erste Hochrechnung für Hessen. Auch in Wiesbaden wird die Regierungsbildung nicht leicht. Schwarz-gelb ist abgewählt. Die FDP ist mit 4,8 Prozent nicht wieder im Landtag vertreten. Für CDU allein reichen 38,9 Prozent nicht. Für eine rot-grüne Mehrheit reicht es ebenfalls nicht. Die SPD kommt auf 30,9, Prozent, die Grünen auf 10,4 Prozent. Die Linke erreicht 6 Prozent, die AFD 4,2 Prozent.

19.12 Uhr: Jürgen Trittin will die bittere Realität in aller Ruhe analysieren. Eine Erkenntnis gibt es schon vorab. Möglicherweise hat sich Merkel zu Tode gesiegt, glaubt der gescheiterte Spitzenkandidat der Grünen. Wir sprechen mit allen demokratischen Parteien außer der AFD, kündigt er an. Also auch mit der Union. Nur hält Trittin eine schwarz-grüne Koalition für wenig wahrscheinlich.

19:11 Uhr: Für Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist das gute Abschneiden seiner Partei vor allem eines: „Eine Überwältigende Zustimmung zu unserem Plan, eine Pkw-Maut auf Autobahnen einzuführen“.

19.05 Uhr: Das ZDF sieht in einer aktuellen Hochrechnung eine absolute Mehrheit für die Union im Bundestag. Sie käme auf 304 von 606 Sitzen. FDP und AfD kämen mit 4,6 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent nicht in den Bundestag

19.01 Uhr: Auch Steinbrück wirkt enttäuscht, ist aber gefasst. Er hätte sich mehr erwartet. Nun liegt der Ball im Spielfeld der Kanzlerin. „Sie muss sich eine Mehrheit besorgen“, sagt der gescheiterte Spitzenkandidat der Sozialdemokraten. Das klingt nach einer Drohung.

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19 Uhr: Rösler und Brüderle deuten Rücktritt an: FDP-Chef Philipp Rösler und Spitzenkandidat Rainer Brüderle übernehmen nach eigenen Worten die politische Verantwortung für das Debakel ihrer Partei bei der Bundestagswahl. Beide deuteten am Sonntagabend in Berlin ihren Rücktritt an. „Das ist das schlechteste Ergebnis, das wir bislang mit der FDP erreicht haben“, sagte Brüderle am Sonntagabend vor Parteifreunden. Über persönliche Konsequenzen sprach der FDP-Vize nicht direkt. „Das ist nicht das Ende der Partei. Es wird schwieriger, aber die Arbeit wird weitergehen“, sagte Brüderle.

18.59 Uhr: Merkel im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin vor begeisterten CDU-Anhängern: „Ja liebe Freunde, das ist ein super Ergebnis.“ Sie dankt ihrem Mann: „Der muss auch manches ertragen.“ Wie es mit einer Regierungsbildung weiter gehen soll, sagt sie nicht: „Es ist zu früh, genau zu sagen, wie wir vorgehen.“ Aber feiern dürfe die Union heute schon. „Denn wir haben es toll gemacht.“

18.56 Uhr: Grüne:"Das wird eine schwere Zeit für uns", sagt Katrin Göring-Eckart zu den enttäuschten Mitgliedern.

18.53 Uhr: Eine schwere Stunde für die FDP: Rainer Brüderle ist sichtlich erschüttert. Die Liberalen sind zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik nicht mehr im Bundestag vertreten. Ich übernehme dafür die Verantwortung, sagt der Spitzenkandidat.

18.52 Uhr: Berlins CDU-Chef Frank Henkel schreibt das gute Abschneiden der Christdemokraten vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel zu. „Es ist eine unglaubliche Bestätigung für ihre Regierungszeit, dass sie nach zwei Amtszeiten ein solches Ergebnis um die 40 Prozent einfährt“, erklärte Henkel am Sonntag nach den ersten Hochrechnungen.

18.50 Uhr: Nach den Prognosen in Hessen liegen SPD und Grüne knapp vor der Union. Die FDP ist draußen. Das sieht nach einem Machtwechsel aus.

18.48 Uhr: CDU:Beim SPD-Auftritt sind die Fernseher auf tonlos geschaltet.

18.45 Uhr: Die AFD lässt schon jetzt die ganze Führung und den Berliner Spitzenkandidaten lange Siegesreden halten. Jetzt schon eine halbe Stunde. Co-Chefin Frauke Petry, mit Kleinkind auf dem Arm: "Deutschland ist mit der AfD blau geworden!" Jubel. Prognose klebt bei 4.9%. Raunen.

18.44 Uhr: Alexander Gauland Gründungsmitglied und Sprecher der AFD: „Wir sind die Erben der FDP. Hätten die Liberalen ihre Wahlversprechen von 2009 auch nur ansatzweise eingehalten, gäbe es uns nicht.

18.41 Uhr: FDP:Erste Gerüchte machen die Runde, dass Philipp Rösler zurücktreten will... Birgit Homburger hat wässrige Augen.

18.34 Uhr: Klaus Wowereit sieht das Wahlziel der SPD nicht erreicht. Aber das Wahlergebnis steht noch nicht fest, wenigstens für den Regierenden Bürgermeister von Berlin. Da ist noch Bewegung drin, glaubt Wowi.

18.32 Uhr: Piraten:Marina Weisband, die ehemalige Politische Geschäftsführerin der Piraten und für manche noch immer die Zukunfts-Hoffnung der Partei, versucht im Gedränge der Wahlparty in Friedrichshain ein paar Dinge zu erklären. Warum die Piraten zum Beispiel so wenig vom NSA Skandal profitierten, eigentlich ein Kernthema der Partei, eine Steilvorlage. "Das Thema ist für viele Bürger zu abstrakt, "sagt sie. Sie habe dann im Wahlkampf manchmal versucht, drastische Beispiele zu finden, "dass die dann Zugriff auf meinen digitalen Menstruationskalender haben, sowas wissen die meisten nicht." Die dinge begreifbar zu machen, das sei eine Aufgabe, die die Piraten künftig besser machen müssten. Und dann sei da ja noch die alltägliche Arbeit: für mehr Bürgerbeteiligung sorgen, für mehr Transparenz, und das eben erst mal auf Kommunaler Ebene. Marina Weisband hat am Donnerstag ihre Diplomarbeit abgegeben. Will sie es noch mal wagen, sich in den Bundesvorstand der Piraten wählen zu lassen? Sie überlegt kurz. "wenn ich es mir leisten kann", sagt sie. "wenn ich einen Job finde, der mit das zeitlich erlaubt."

18.30 Uhr: Prominenter Gast bei der CDU: Stephan Werhahn, Adenauer-Enkel und zwischendurch CDU-abtrünnig.

18.29 Uhr: Ursula von der Leyen ist überwältigt. Die Union knapp unter der eigenen absoluten Mehrheit im Bundestag. Das lässt die CDU-Spitzenkandidatin in Niedersachsen jubilieren.
Christian Lindner, Vorsitzender des FDP-Landesverbandes in NRW sieht dagegen blass aus. Er spricht von einem bitteren Wahlergebnis für die Liberalen. Die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles, sieht nun die Kanzlerin am Zug. Sie hat den Regierungsauftrag.

18.23 Uhr: FDP: Wulf Oehme, früherer langjähriger FDP-Sprecher hat seine Frau zur Wahl mitgebracht. Er sagt nichts mehr. Muss er auch nicht.

18.18 Uhr: Ungewöhnlich früh betritt AFD-Chef die Bühne, frenetisch gefeiert mit Applaus und Lucke!-Lucke!-Sprechchören. Seine Botschaft ist klar: "Wir haben schon jetzt gewonnen! Wir haben die anderen Parteien das Fürchten gelehrt!" Riesiger Jubel.

18.16 Uhr: Die erste Hochrechnung. 42 Prozent für die Union. 26 Prozent für die SPD. FDP 4,7 Prozent, die Linke kommt auf 8,3 Prozent, die Grünen auf 8,1. 4,9 Prozent gibt es für die AFD.

18.13 Uhr: Und da ist die erste Prognose für die Bundestagswahl 2013: Die Union legt stark zu und kommt auf 42,5 Prozent. Doch die schwarz-gelbe Regierungskoalition ist abgewählt. Die FDP kommt nach der ersten Prognose nur auf 4,7 Prozent und wäre, wenn es dabei bleibt, nicht mehr im Bundestag vertreten. Die AFD liegt bei 4,9 Prozent, könnte es also noch knapp schaffen. Die Grünen kommen nur auf acht Prozent, die SPD auf 26,5 , die Linke auf 8,5. Eine rot-rot-grüne Koalition wäre demnach auch rechnerisch nicht möglich. Das sieht nach Großer Koalition aus.

18.11 Uhr: "Was auch passiert, wir haben immer noch uns." Cornelia Otto, Direktkandidatin auf Platz 1 der Piraten, tritt schon zehn Minuten vor den ersten offiziellen Prognosen auf die Bühne, um ihre Parteikollegen zu trösten. Dicht gedrängt stehen die vor der kleine Bühne in der Urban Spree Galerie in Friedrichshain. "Es gibt keine Wechselstimmung in Deutschland", sagt der Parteivorsitzende Bernd Schlömer, als die ersten Zahlen auf der Leinwand auftauchen. 2,5 Prozent steht über dem Balken der Piraten. "Europawahl", sagt Schlömer, "das ist unsere Zukunft."

18.10 Uhr: Schon jetzt brütende Hitze im Hotelsaal bei der AfD-Wahlparty. Bei der Prognose auf der Leinwand größter Jubel erstaunlicherweise, als FDP-Rauswurf prognostiziert wird. Bei AfD-Prognose von 4,9% - auch erstaunlich - eher Enttäuschung. Die Anhänger hatten offenbar ein noch deutlicheres Ergebnis über 5% erwartet.

18.09 Uhr: Seufzer bei der FDP-danach ist es im großen runden Saal sehr leise. Hessen interessiert schon kaum noch jemanden.

18.06 Uhr: "Oh wie ist das schön", jubelt das Team Deutschland beim Ergebnis der CDU.

18.04 Uhr: Erste Prognose bei ARD: FDP und AfD unter 5 Prozent

17.59 Uhr: Columbiahalle, Grünen-Wahlparty. Özcan Mutlu kommt im grünen Jackett. Wie ist die Stimmung? In Mitte ist sie gut, sagt er. Er will den Wahlkreis Mitte erobern, bis vor ein paar Tagen war er optimistisch, doch ob er es schafft, ist völlig unklar. Stimmung in der Halle eher angespannt, erste Prognosen waren nicht so gut für die Gruenen.

17.58 Uhr: Cornelia Otto von den Piraten tröstet schon mal vor. „Nach der Wahl ist vor der Wahl.“

17.56 Uhr: Die "Alternative für Deutschland" feiert ihre zentrale Wahlparty in einem Hotel auf der Berliner Friedrichstraße - mit Hunderten Gästen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine kleine Demo mit Trommeln und Transparenten - aber nicht gegen die AFD, wie einige von deren Anhängern gleich vermuten. Sondern von rumänischen Umweltschützern vor einer rumänischen Auslandsvertretung. Die AFD-Anhänger drinnen trinken optimistisch ihren Sekt. Jetzt singen sie sogar mit einem Live-Liedermacher: "Die letzte Chance, die ich noch seh`, das ist die AFD!"

17.55 Uhr: Wer jetzt noch Nichtwähler ist, wird es lange bleiben. Nur noch fünf Minuten bis zur Schließung der Wahllokale…

17.50 Uhr: Was passiert in Hessen? Sollte es einen Wechsel geben, würde das Regieren für eine schwarz-gelbe Regierungskoalition im Bund nicht eben leichter. Am vergangenen Freitag gab die rot-grüne Mehrheit im Bundesrat schon einmal eine Kostprobe ihrer Machtfülle und schmetterte ab, was die Regierung ihr an zustimmungspflichtigen Gesetzesvorlagen präsentierte.

17.48 Uhr: Im Willy-Brandt-Haus wird immer voller. Alle sind extrem gespannt. Alles scheint möglich.

17.42 Uhr: Monika Grütters, Spitzenkandidatin auf der Landesliste der Berliner CDU, deren Vorstand sie angehört, verbrachte den Wahltag mit nervösem Herzklopfen und beobachtet am Abend im Reichstag und in einer Kneipe in ihrem Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf, wie die CDU-Direktkandidaten abschneiden. Je mehr Christdemokraten nämlich einen Wahlkreis in Berlin direkt gewinnen, umso geringer ist die Chance von Monika Grütters, über ihren Spitzenplatz in den Bundestag einziehen. Das liegt daran, dass die Zahl der Berliner Abgeordneten im Bundestag begrenzt ist und dass zunächst diejenigen ins hohe Haus einrücken, die vom Wähler als Direktkandidat per Erststimme gewählt wurden. Erst danach werden die Listenkandidaten berücksichtigt.

Die Kulturpolitikerin Grütters kennt die nervenzerfetzende Situation übrigens schon von der Wahl 2009. In der Wahlnacht ging sie enttäuscht zu Bett, weil sie nach dem vorläufigen Endergebnis kein Mandat gewonnen hatte. Erst am Montagmorgen um fünf, nachdem der Bundeswahlleiter die Gesamtrechnung für die Ausgleichs,- und Überhangsmandate komplett hatte, tauchte ihr Name zu ihrer vollständigen Erleichterung in der Liste der MdB auf.

17.32 Uhr: Tagesthemen-Vertretung Ingo Zamperoni hat sich zur Feier des Tages einen Bart zu- und die Krawatte abgelegt.

17.30 Uhr: 52 Prozent wünschen sich die Große Koalition. Brauchen die Deutschen noch Oppositionsparteien?

17.26 Uhr: Lange Schlange vor der Zentrale der CDU, die vor dem Gebäude wieder ein Zelt aufgebaut hat. Auf der Bühne hängt der Wahlkampfslogan "Gemeinsam erfolgreich" im Foyer. Die üblichen Pressekonferenzstühle davor sind abgeräumt. Im Raum vor der Bühne sammeln sich Fotografen. Im ersten Stock gibt es Bockwurst, geviertelte Buletten und Falafel: Nichts mit Veggie-Day. Und Sekt aus Sachsen.

17.22 Uhr: Eine Dreiviertelstunde vor Schließung der Wahllokale erläutert das ZDF noch einmal, warum die SPD mit Peer Steinbrück nicht gewinnen kann. Im direkten Vergleich mit dem Herausforderer liegt die Kanzlerin uneinholbar vorn. Nur in einem Punkt trauen die Befragten Steinbrück mehr zu als Merkel: soziale Gerechtigkeit bleibt das Metier der Sozialdemokraten.

17.18 Uhr: Täuscht das oder haben die Leute hier in der vollen Straßenbahn so einen entschlossenen demokratischen Blick?

17:08 Uhr: Schon um kurz nach fünf verbreitete der Nordkurier, dass die FDP aus dem Bundestag fliegt. Die Prognose wurde als „inoffizielle Recherche“ gekennzeichnet, denn Wahlergebnisse sind um diese Zeit noch verboten: Wer vor 18 Uhr Zahlen veröffentlicht, muss mit bis zu 50.000 Euro Strafe rechnen.

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17.05 Uhr: Bei der SPD wird's langsam voll. Noch weiß keiner, ob es was zu feiern gibt.

17 Uhr: Noch eine Stunde Zeit. Um 18 Uhr schließen die Wahllokale.

15.35 Uhr: Wer sich zum Wählen der Staatlichen Ballett- und Artistikschule nähert, der wünscht sich eine Wahl im großen Übungssaal, dessen Panoramafenster man von außen sieht. Am besten mit allen Spitzenkandidaten: Monika Grütters und Martin Lindner im Pas de deux, Renate Künast mit Schwanensee-Solo, während Gregor Gysi und Eva Högl sich die Jonglierkeulen zuwerfen.

Die Wahl selbst findet dann zwar nur im Foyer der Schule statt, die einst Gret Palucca gründete. Aber das macht nichts. Auch das elegant geschwungene weiße Foyer, entworfen vom BER-Architekturbüro gmp, ist wirklich schön. Noch schöner ist, dass der Wahlvorstand sagt, am frühen Nachmittag seien bereits fast die Hälfte aller Wahlberechtigten da gewesen. Vielleicht sollte man mehr Wahllokale an großartige Orte verlegen? Dann klappt's auch mit der Demokratie.

14 Uhr: Bis 14 Uhr gaben 41,4 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, wie der Bundeswahlleiter am Sonntagnachmittag in Wiesbaden mitteilte. Bei der letzten Bundestagswahl 2009 lag die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 36,1 Prozent.

13.30 Uhr: Angela Merkel gibt in der Mensa Süd in der Humboldt-Universität ihre Stimme ab.

13 Uhr: Bis zum Mittag zeichnet sich eine etwas höhere Wahlbeteiligung ab als vor vier Jahren.

12.50 Uhr: Für Heiterkeit bei Wahlhelfern und Wählern sorgte am Mittag im Wahlbezirk 413 in der Emdener Straße in Moabit ein Wähler , der im vollständigen Bayerndress zur Stimmabgabe kam: Bestickte Lederhosen, Grünes Trachtenjankerl mit Hirschhornknöpfen, Filzhut mit Gamsbart. Für die Landtagswahl in Bayern sei er hier falsch, kicherte ein Wahlhelfer, die sei schon letzte Woche gewesen. Der Mann war aber Berliner und vielleicht auf dem Weg zur „Spreewiesn“, einer Oktoberfest-ähnlichen Biertränke in einem Zelt am Hauptbahnhof. Es hat laut Veranstalter Platz für etwa 350 Personen – „auf, über und unter den Tischen.“

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12.45 Uhr: Wo muss das Kreuz für den Bundespräsidenten hin?Wenn schon eine Wahl, dann aber richtig: Ein älterer Herr füllte am Sonntag in der Rosa-Parks-Grundschule in Berlin-Kreuzberg zunächst seinen Wahlzettel aus. Doch etwas fehlte ihm auf der Liste, auf der sich sogar Hundetrainer Frank di Leo als Kandidat für die „Hundefreunde Kreuzberg“ um ein Direktmandat im Bundestag bewarb. Bevor er seinen Wahlzettel in die Urne warf, ging der Rentner zum Wahlhelfer und fragte ihn: „Ich hab da mal ne Frage: Ich dachte, heute wird auch der Bundespräsident gewählt.“ Verdutzter Blick des Wahlhelfers - gefolgt von einer Erklärung, dass der doch nicht direkt gewählt werde. Sondern von der Bundesversammlung aus Ländervertretern und Bundestagsabgeordneten.

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9.30 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck wählte am Sonntagmorgen in Berlin. Er kam gemeinsam mit Bundeswahlleiter Egeler in die Erich-Kästner-Grundschule (Bezirk Steglitz-Zehlendorf). Mit dabei war auch Gaucks Lebensgefährtin Daniela Schadt. Alle drei warfen vor den Augen zahlreicher Medienvertreter ihre Stimmzettel in die Wahlurne.

9.15 Uhr: Uhr Bis zum Schluss versuchte die SPD noch unschlüssige Wähler zu überzeugen. Die Köpenicker fanden am Samstagabend in ihrem Briefkasten einen Zettel, in denen SPD-Kandidat Matthias Schmidt ankündigte, dass sie am nächsten Morgen zwei Brötchen für das Sonntagsfrühstück erhalten würden. Wie viele Menschen sich mit zwei Brötchen von der SPD "kaufen" ließen, ist nicht bekannt. Allerdings konnte die SPD ihr Versprechen nicht halten. Brötchenbeutel hingen am Sonntagvormittag nur an wenigen Gartenpforten. Die meisten Haushalte gingen leer aus.

8.05 Uhr: Als erster der Spitzenkandidaten gab Peer Steinbrück am Sonntagmorgen in seinem Bonner Wahllokal seine Stimme ab. Er habe gut geschlafen, sagte der SPD-Politiker. Der Wahlkampf habe ihm Spaß gemacht. Die SPD sei in der letzten Zeit in der Lage gewesen, sich deutlich zu profilieren. Das habe ihn gefreut. „Ich hoffe, dass sich das auch im Wahlergebnis widerspiegelt.“

8 Uhr: Die Wahllokale öffnen. 61,8 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Erst- und Zweitstimme abzugeben. Deutschland steht ein spannender Wahlkampf bevor.
(Zusammengetragen von Katja Tichomirowa, Markus Decker, Steven Geyer, Steffen Hebestreit, Karl Doemens, Daniela Vates, Thomas Kröter, Thorsten Knuf, Anne Lena Mösken, Jan Thomsen, Sabine Rennefanz, Thomas Rogalla, Andreas Kopietz, Robert John, Maike Schultz, Barbara Weitzel, Melanie Reinsch, dpa)