Köln/New York - Das berühmteste Wrack der Welt könnte in den nächsten 20 bis 30 Jahren nur noch ein Trümmerfeld sein. Die Titanic, die seit über 100 Jahren in 3800 Meter Tiefe liegt, fällt in sich zusammen. Das enthüllte eine Tauchmission zum einstigen Luxusliner - der ersten seit 14 Jahren.

Obwohl das Unesco-Weltkulturerbe in großer Tiefe liegt, beschleunigen besonders Eisbakterien, sogenannte Eisen-Oxidierer, den Zerfall des ehemaligen Luxusdampfers. Die chemischen Korrosionsprozesse wie Rostbildung könnten das Wrack nicht so schnell zerfressen. Einige Experten befürchten nun das Schlimmste.

Auf der Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York war das Schiff mit einem Eisberg kollidiert. In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 ereignete sich die Katastrophe. Rund 1500 der mehr als 2200 Menschen an Bord kamen ums Leben. Robert Ballard entdeckte im Jahr 1985 das Wrack der Titanic im Atlantischen Ozean. (mbr)