Eine rote Rose liegt im Gleisbett von Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs an jener Stelle, an der ein achtjähriger Junge von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestoßen und getötet wurde.
Foto: dpa/Arne Dedert

Frankfurt a. M. - Am Gleis 7 fährt ein ICE ein. Von dort verkehren die Züge nach Köln, Garmisch-Partenkirchen und München. Nicht viele Menschen warten auf dem Bahnsteig in Frankfurt am Main. Was mit der Corona-Pandemie zu tun haben muss. Schließlich ist das hier eigentlich einer der meist frequentierten Fernbahnhöfe Deutschlands mit bis zu einer halben Million Reisenden am Tag. 

Carsten Baumann läuft an den Wartenden vorbei. Er bleibt im Abschnitt E stehen und zeigt auf das Gleis. „In dieser Höhe des Bahnsteigs ist es passiert“, sagt der 52-Jährige. „Dort starb der kleine Leo.“ Baumann ist Leiter der Bahnhofsmission, er kennt durch seine Arbeit viele Schicksale. Er hat tränenreiche Abschiede, aber auch schöne Momente erlebt. So, wie es ein so großer Bahnhof mit sich bringe, wie er sagt. Doch etwas so Tragisches wie am 29. Juli vorigen Jahres habe er noch nie ertragen müssen.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.