An dem Ort, an dem sich ein Liter Schwefelsäure durch Jekaterina Handziuks Haut und Haare fraß, erinnert nichts an die Tat. Das Auge fällt in einem Neubauviertel in der südukrainischen Stadt Kherson auf einen Hauseingang mit verplombter Metalltür wie er üblich ist in der Ukraine. Kerzen oder Blumen sind nirgends zu sehen an der Stelle, an der am 31. Juli die jüngste Nationalheldin der Ukraine chemische Verbrennungen dritten Grades erlitt. Serhij Nikitenko starrt auf den Asphalt, auf dem sich seine Freundin nach der Attacke krümmte. Die Säure wurde ihr von hinten über Kopf und Rücken gegossen. Passanten besprengten sie mit Wasser, um die ätzende Flüssigkeit abzuwaschen. Vergeblich. Jekaterina Handziuk wurde nur 33 Jahre alt. „Ihre Feinde verhindern jetzt, dass die Straße nach ihr benannt wird und ein Ort des Gedenkens entsteht“, sagt ihr Freund.

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