BerlinAm vierten Donnerstag im November wird in den USA Thanksgiving gefeiert, ein Erntedankfest, das mit denen in Europa nicht so wahnsinnig viel gemeinsam hat. Thanksgiving ist für viele Amerikaner das wichtigste Familienfest im Jahr, noch wichtiger als Weihnachten. Im Corona-Jahr wird der Feiertag anders ausfallen, schon im Vorfeld sorgte er für Debatten. Manche Virologen warnen vor einem Superspreader-Event in dem vom Coronavirus ohnehin schon stark gebeutelten Land. Doch etliche Amerikaner werden zum langen Wochenende dennoch losfahren, um bei Verwandten und Freunden Truthahn zu essen.

US-Präsident Donald Trump, in Sachen Corona nicht eben der vorsichtige Mahner, machte in der Thanksgiving-Woche schon mal den Anfang. Am Dienstag begnadigte er bei einer traditionellen Zeremonie vor dem Fest einen Truthahn und bewahrte ihn so vor dem Ofen. Dieser Brauch reicht in der Geschichte weit zurück. „National Thanksgiving Turkey Presentation“ nennt sich die Prozedur im Weißen Haus, bei der die Industrieverbände dem Präsidenten das Federvieh überreichen. Spätestens seit dem Amtsantritt von George Bush Senior im Jahr 1989 wird das Tier üblicherweise begnadigt und nicht geschlachtet.

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