Portland - Ein mutmaßlicher Amokläufer hat an einem College im US-Westküstenstaat Oregon Medienberichten zufolge mindestens zehn Menschen getötet und 20 weitere verletzt, wie auch die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet nach Angaben der Behörden von „bis zu zehn Toten“. Wie Polizeisprecher John Hanlin sagte, ist auch der mutmaßlicher Schütze tot. Der Verdächtige sei bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben gekommen.

„Dies ist eindeutig ein gewaltiger Schock für die gesamte Gemeinde, dieses Ausmaß an Kriminalität zu erleben“, sagte Hanlin. Mehr als 100 Polizisten seien am Umpqua Community College (UCC) in der südlich von Portland gelegenen Kleinstadt Roseburg im Einsatz. Unter anderem untersuchten Sprengstoffexperten mit Hunden die großen Parkplätze nach Bomben.

Unklar blieb, ob er allein handelte und was das Motiv für seine Bluttat gewesen sein könnte. Auch über die genaue Zahl der Opfer herrschte zunächst Unklarheit.

Der Schütze eröffnete ersten Berichten zufolge am Donnerstagvormittag, 10.30 Uhr (Ortszeit) das Feuer im Unterrichtsraum in einem der insgesamt 18 Gebäude auf dem Campus. Er bewegte sich dann durch weitere Räume, Retter entdeckten Schoufler zufolge in mehreren Unterrichtsräumen Tote und Verletzte.

„Bitte halten Sie sich aus der Gegend fern“, teilte die Feuerwehr auf Twitter mit und warnte vor einem „aktiven Schützen“. Das College wurde abgeriegelt. Elf Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr ins Krankenhaus gebracht, mindestens zwei davon starben.

Schütze soll halbautomatische Waffe benutzt haben

Am Umpqua Community College (UCC) in Roseburg sind mehr als 3000 Vollzeit- und 16.000 Teilzeit-Studenten eingeschrieben. Die Kleinstadt mit rund 22.000 Einwohnern liegt etwa 300 Kilometer südlich der Metropole Portland. Busse transportierten die Studenten zu einem Festplatz abseits vom Campus, nachdem sie Berichten zufolge von der Polizei durchsucht wurden.

Beobachter vermuteten wegen der vielen Todesopfer, dass der Schütze eine halbautomatische Waffe benutzte. CNN berichtete zudem, dass er seine Tat im Internet angekündigt haben könnte. Die unter anderem für Sprengstoff zuständige Bundespolizei ATF schickte Verstärkung aus Portland nach Roseburg. (dpa, afp)