Berlin - 40 Jahre nach Inkrafttreten steht das in Teilen verfassungswidrige Transsexuellengesetz (TSG) vor der Abschaffung. Inzwischen ist sich parteiübergreifend eine deutliche Mehrheit im Bundestag einig, „dass das TSG reformierungsbedürftig ist“, so CDU-Abgeordneter Marc Henrichmann. Selbstbestimmungsgesetz mag es die Union nicht nennen, „Gesetz zur Neuregelung der Änderung des Geschlechtseintrag“ heißt der jüngste Entwurf aus dem unionsgeführten Bundesinnenministerium. Detailliert ausformuliert ist es bereits, aber noch nicht mit dem sozialdemokratisch verwalteten Justizministerium abgestimmt.

FDP und Grüne hatten die Regierungsparteien im vergangenen Juni mit eigenen, weitreichenden Vorschlägen für ein Selbstbestimmungsgesetz vor sich her getrieben. Jugendliche, die sich mit dem jeweils anderen Geschlecht identifizieren, sollten bereits mit 14 Jahren selbst entscheiden können, dass sie Vornamen und Geschlechtseintrag ändern wollen. Diese Entscheidung könnte allerdings binnen Jahresfrist wieder rückgängig gemacht werden, so die Forderungen der Oppositionsparteien.

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