Berlin - Die Terminankündigung der Bundesregierung war denkbar lapidar: Die Kanzlerin empfange am Mittwoch den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi zu einem Arbeitsmittagessen, verkündete Regierungssprecher Steffen Seibert. „Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die bilateralen, also die deutsch-ägyptischen Beziehungen, die innenpolitische Situation in Ägypten und Konflikte in der Region.“ Es klang nach einem weiteren der vielen Staatsbesuche im Kanzleramt, nach Routine bis Belanglosigkeit.

So ist es nicht. Der Besucher al-Sisi, ein ehemaliger General, hat sich im Juli 2013 an die Macht geputscht. Seinen Vorgänger Mohammed Mursi, Islamist und erster frei gewählter Staatschef Ägyptens, hat ein Gericht vor einigen Wochen zum Tode verurteilt.

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