Washington - US-Präsident Donald Trump hat kurz nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest eine Warnung an Pjöngjang ausgesandt: „Wir werden uns darum kümmern“, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus.

Weiter führte er die Drohung nicht aus. Zuvor hatte Nordkorea erneut eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Wie die südkoreanische Militärführung am Mittwochmorgen (Ortszeit) bekanntgab, wurde die Rakete von der im Süden gelegenen Provinz Pyongan in östliche Richtung abgefeuert.

Geschoss war keine Gefahr für Nordamerika

Nach Erkenntnissen des US-Verteidigungsministeriums handelte es sich um eine Interkontinentalrakete, die aber nach nur etwa eintausend Kilometern vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer gestürzt sei. Das Geschoss habe keine Gefahr für Nordamerika oder verbündete Nationen dargestellt. Interkontinentalraketen haben eine Reichweite von mehr als 5500 Kilometern.

Im Juli hatte Pjöngjang bereits zwei Interkontinentalraketen getestet. Seoul hatte bereits am Dienstag auf Anzeichen für Bewegung auf einer nordkoreanischen Raketenbasis hingewiesen. Der letzte Raketenabschuss Nordkoreas war am 15. September erfolgt.

Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt

Nach dem Raketentest haben Japan, die USA und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. Das teilte der derzeitige italienische Vorsitzende des Gremiums am Dienstag am Sitz der Vereinten Nationen in New York mit. Das Treffen solle voraussichtlich noch am Mittwoch stattfinden.

Im Sicherheitsrat sitzt mit China der einzige noch verbliebene Verbündete Pjöngjangs. Vor allem die USA wollen, dass Peking mehr wirtschaftlichen Druck auf Pjöngjang ausübt, um es im Streit um sein Atom- und Raketenprogramm zum Einlenken zu bringen. (afp)