Cleveland - Die Debatte hat noch nicht richtig begonnen, da landet Donald Trump seinen Coup. Ohne mit der Wimper zu zucken, macht er klar, dass er nicht versprechen könnte, im Falle seiner Niederlage den künftigen republikanischen Präsidentschaftskandidaten zu unterstützen. Auch wolle er nicht garantieren, in einem solchen Fall nicht als unabhängiger Kandidat anzutreten. „Ich werde dieses Versprechen zu diesem Zeitpunkt nicht abgeben.“ Im Klartext: Trump hält sich alle Türen offen - Parteiraison ist ihm so fremd wie rhetorische Zurückhaltung.

Doch das ist nur der Auftakt. Wenige Minuten später landet der Multimilliardär seine zweite Salve. Diesmal will die Moderatorin ihn wegen frauenfeindlicher Äußerungen festnageln. Trump gibt sich nicht einmal die Mühe, darauf einzugehen. „Ich glaube, das große Problem, das diese Land hat, ist die politische Korrektheit“. Bei ihm sei das aber anders. Und zwar ganz einfach: „Ich sage, was ich sage.“
Wer gedacht hatte, der Baulöwe und Entertainer Trump werde nach seinen teilweise rüden Sprüchen bei der ersten Republikanerdebatte den Ball flach halten und sich staatsmännisch geben, hatte sich gründlich getäuscht. Trump ist einfach nicht zu fassen - Kritik gleitet an ihm ab wie an einer Teflonpfanne.

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