CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich für seinen Tweet über Minijobs entschuldigt. Am späten Montagabend hatte der Politiker geschrieben, dass jemand, der etwas "ordentliches gelernt" habe, keine drei Minijobs brauche, woraufhin sich mehr als tausend Twitter-Nutzer empört geäußert haben.

In seiner Entschuldigung schrieb der Politiker am Dienstagvormittag, wer drei Minijobs benötige, um über die Runden zu kommen, habe es nicht leicht. Er habe niemandem zu nahe treten wollen, der sich in so einer Situation befände. "Es tut mir Leid, dass ich mein eigentliches Argument - wie wichtig eine gute Ausbildung und die richtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind, damit man eben nicht auf drei Minijobs angewiesen ist - so blöd formuliert und damit manche verletzt habe.", so Tauber.

Wenig Verständnis für Entschuldigung

Bis zum Dienstagmittag reagierten mehr als 500 Twitter-Nutzer auf dieses Statement - die meisten von ihnen mit wenig Verständnis. Er habe nicht nur "blöd formuliert", sondern seine "tatsächlich Denkweise offen gelegt", schreibt ein Nutzer. Weitere kritisieren, er sei mit seinem Post niemandem zu nahe getreten, sondern habe eine ganze Gruppe verhöhnt. Andere bitten den CDU-Politiker darum, diesen Shitstorm zum Anlass zu nehmen, "gut Ausgebildeten aufmerksam zuzuhören, deren Gehalt nicht für ein Leben reicht". Auch, dass die Entschuldigung erst Stunden nach der Veröffentlichung des Tweets folgte, sorgt für Unmut. Was hat zu diesem Versuch Ihrer Entschuldigung geführt? Ihr Gewissen - oder der heutige Pressespiegel?" fragt der Nutzer "explicitanalysis".

Ausgelöst wurde der Shitstorm durch einen Post des CDU-Generalsekretärs, in dem er einen Artikel der Welt mit der Überschrift "Wahlkampf: 'Vollbeschäftigung ist viel besser als Gerechtigkeit.'" zitierte. Ein Twitter-Nutzer fragte ihn daraufhin, ob das für ihn nun drei Minijobs bedeute, worauf Tauber antwortete: "Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs."