UBA-Studie: Studie zeigt Gefahr von Stockoxiden- Debatte über Fahrverbot

Frankfurt - Es ist kein Zufall, dass das Umweltbundesamt (UBA) gerade jetzt eine neue Studie über die Gefahren von Stickoxiden (NOX) vorlegt.

Demnächst wird die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufnehmen. Und aus den Reihen der Großkoalitionäre ist vor allem eins zu hören: Dass man Fahrverbote vermeiden will. Und zwar mit beinahe allen Mitteln.

Bessere Messwerte durch kleine Tricks

Die Strategie ist klar. Es handelt sich um eine Mischung aus Zeit gewinnen und Besänftigen. Auffallend oft wurde in jüngster Zeit drauf hingewiesen, dass in vielen Städten, die Überschreitungen der NOX-Grenzwerte gar nicht mehr so hoch sind. Hier lassen sich mit ein paar Tricks im Umfeld von Messstellen – wie Geschwindigkeitsbeschränkungen – vielfach erhebliche Effekte erzielen.

Hinzu kommt, dass die NOX-Werte durch die laufende Erneuerung der Fahrzeugflotten, die die Autobranche mit Rabatten noch verstärkt, in den nächsten drei, vier Jahren weiter sinken. So hofft man, insbesondere im Verkehrsministerium auf ein allmähliches Verschwinden des NOX-Problems.

Drücken um Fahrverbots-Debatte

In dieser Situation ist die UBA-Studie enorm wichtig: Sie zeigt nämlich auf, dass Stickoxide die Menschen auch dann noch schädigen, wenn die offiziellen Grenzwerte deutlich unterschritten werden.

Deshalb ist die Strategie der Bundesregierung zynisch bis skandalös. Sie will sich um die längst überfällige Debatte über zu viel Autoverkehr in Städten drücken und nimmt dafür mindestens 6000 vorzeitige Todesfälle jedes Jahr in Kauf.