Potsdam - Nach dem Polizeieinsatz gegen einen Terrorverdächtigen aus der Uckermark dürfte sich am Mittwoch entscheiden, ob Haftbefehl gegen den 17-jährigen Syrer beantragt wird. Die Ermittler versuchen derweil weiter, die Hintergründe aufzuklären. Hoffnung setzen sie dabei auch auf sichergestellte Handys und einen Tablet-Computer.

Am Dienstag hatten Spezialeinsatzkräfte der Polizei den Verdächtigen aus Gerswalde in Gewahrsam genommen. Der Asylbewerber soll erklärt haben, dass er in den „Heiligen Krieg“ ziehe. Die Ermittler prüfen, ob der Jugendliche einen Selbstmordanschlag in Berlin plante. Auch seine Identität und sein Alter sollen nochmals genau untersucht werden. Zudem stehen auch seine Mitbewohner im Fokus der Ermittler und werden befragt.

Keine unmittelbare Gefahr

Laut Bundesinnenministerium gab es keine unmittelbare Anschlagsgefahr. Derzeit lägen dem Ministerium „keine Anhaltspunkte dafür vor, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstand“, sagte eine Sprecherin am Dienstagabend in Berlin. „Die Behörden haben schnell und frühzeitig reagiert, um ein Risiko für die Bevölkerung auszuschließen.“

„Es gab einen Brief an die Mutter, aus dem ganz unzweifelhaft seine Absicht hervorging“, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Die Mitteilung sei per WhatsApp verschickt worden. Der Jugendliche kam zunächst nur zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam. (dpa)