Berlin - Eigentlich wollte Wladimir Putin an diesem Mittwoch ja in Paris sein, zu einer besonderen Feier. Am Quai Branly, in bester Lage zwischen Eiffelturm und Invalidendom, wird an diesem Mittwoch ein Prestigeobjekt eröffnet: Eine russisch-orthodoxe Kathedrale mitsamt Zwiebeltürmen, Kulturzentrum und russisch-französischer Grundschule. Es wäre ein Anlass gewesen, die historischen Beziehungen zu Frankreich zu feiern.

Daraus ist nichts geworden, der Krieg in Syrien hat das Verhältnis zu Frankreich zu sehr belastet. Erst hat die Regierung in Paris eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen die russischen Luftangriffe auf Ost-Aleppo eingebracht (die erwartbarer Weise von Moskau blockiert wurde), später hat Frankreichs Präsident François Hollande Putin zu verstehen gegeben, dass er, nun ja, ein schwieriger Gast sei. „Ist es nützlich? Ist es notwendig?“, fragte sich Hollande selbst laut in einem Fernsehinterview auf die Frage, ob er Putin empfangen solle.

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