Die von Deutschland zugesagten Panzerhaubitzen sind mittlerweile in der Ukraine angekommen. Das bestätigte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow am Dienstag auf Twitter. Die sieben Panzerhaubitzen vom Typ 2000 gehörten zu den Waffensystemen, die Deutschland der Ukraine zugesagt hatte.

Resnikow dankte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) „für alle Bemühungen“ zur Unterstützung der Ukraine. Ihr Ministerium wollte die Lieferung auf Anfrage nicht bestätigen. Resnikow nannte auch keine Zahl der gelieferten Haubitzen.

Lambrecht hatte Anfang Mai die Abgabe von sieben Panzerhaubitzen 2000 aus Bundeswehrbeständen angekündigt. Die Niederlande sollten fünf weitere Exemplare der auf einem Panzerfahrgestell montierten Haubitzen bereitstellen.

Die Lieferung der Panzerhaubitze sei „ein Beispiel für die internationale Zusammenarbeit zur Unterstützung der Ukraine“, schrieb Resnikow in einem weiteren Tweet. Er dankte darin auch der niederländischen Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren.

Deutschland hatte die Ausbildung der ukrainischen Soldaten an den Haubitzen übernommen. Sie begann am 11. Mai in der Bundeswehr-Artillerieschule im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein und sollte nach rund 40 Tagen abgeschlossen sein, also in dieser Woche. Auch der Abschluss der Ausbildung wurde durch das Verteidigungsministerium nicht bestätigt.

Die Panzerhaubitze 2000 ist ein selbstfahrendes Artilleriegeschütz, hat also einen eigenen Antrieb. Sie verschießt 155-Millimeter-Nato-Munition.