Pünktlich zum Jubiläum folgt eine Richtigstellung: Vor einem Jahr verhöhnte ich an dieser Stelle einen antirassistischen Protest in San Francisco. Dabei war eine Büste von Ulysses S. Grant vom Sockel gestürzt worden, ein Denkmal für, so meine Worte, den „Unionsgeneral, der bei Gettysburg die Sklavenhalterarmee geschlagen hatte“.

Über den amerikanischen Bürgerkrieg hatte ich einiges gelesen. Kaum war der Text erschienen, überkam mich siedend heiß ein Hauch dieser Vorkenntnis: Grant? Hä? In der Schicksalsschlacht? Mausklicks später war klar: Vor Gettysburg, Pennsylvania, siegten die Blauröcke von George Meade. Der spätere US-Präsident Grant belagerte derweil Vicksburg, Mississippi. Oh. Wer eine kesse Lippe riskiert, sollte keine Fehler machen. Ich litt einen Vormittag lang und hätte am liebsten die Zeitungsauflage requiriert. Nur, es kam gar keine Beschwerde. Niemand hatte den Lapsus bemerkt. Oder sich wegen Kinkerlitzchen aufspulen wollen. Oder den Text gelesen.

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