Die Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck.  
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BerlinIm Zuge der Corona-Krise gewinnt die Union einer Umfrage zufolge weiter an Beliebtheit. Im RTL /n-tv-"Trendbarometer" des Forsa-Instituts steigt die CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 39 Prozent. Das ist der derzeit höchste Wert aller größeren Befragungsinstitute und auf dem Niveau vom August 2017, also noch vor der vergangenen Bundestagswahl (32,9).

SPD und Grüne verlieren je einen Prozentpunkt und kommen auf 16 beziehungsweise 15 Prozent, wie die am Samstag veröffentlichte Umfrage ergab. Die mit der Union regierenden Sozialdemokraten behaupten sich damit wie in der Vorwoche vor den Grünen, die sie monatelang weit überholt hatten, die aber nun stark abgesackt sind. Vor der Corona-Krise gab es Umfragen, denen zufolge die Grünen sogar Chancen auf die erste Position und damit auf die Kanzlerschaft hatten. Davon kann aktuell keine Rede mehr sein. Die AfD hat seit Corona ebenfalls an Bedeutung verloren und verharrt bei 10 Prozent. 

Auch das Krisen-Management der Bundesregierung findet offenbar eine breite Zustimmung: 47 Prozent der Bürger trauen der CDU/CSU derzeit zu, mit den Problemen am besten fertig zu werden. Das sind vier Punkte mehr als vor Ostern. Der SPD trauen dies unverändert 7, den Grünen 3 Prozent der Bürger zu. 5 Prozent halten eine der sonstigen Parteien für politisch kompetent, 38 Prozent keine.