Zu Hause bleiben für den Nachwuchs - das übernehmen fast immer die Frauen.
Foto: imago images/photothek

BerlinMänner nehmen meist deutlich kürzer Elternzeit als ihre Partnerinnen. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Karrierenetzwerks Linkedin, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet. 91 Prozent der Frauen gaben darin an, den Großteil der Elternzeit genommen zu haben. Bei den Männern war das nur etwas mehr als jeder Zehnte (13 Prozent).

Der überwiegende Teil der Mütter (85 Prozent) bezog mindestens 10 Monate Elterngeld, viele schöpften 12 Monate aus. Bei den Vätern war dieser Anteil (10 Monate und mehr) dagegen sehr gering (5 Prozent). Im Mittel bekamen sie rund drei Monate Elterngeld, wie aus der Umfrage hervorgeht.

Lesen Sie auch: Warum es sich lohnt, mehr über die moderne Familie nachzudenken >>

Wenn aber Geld und Karriere keine Rolle spielen würden, würde ein Großteil der Männer und Frauen möglichst lange Elternzeit nehmen. 69 Prozent der Väter stimmten dieser Aussage ganz oder teilweise zu, unter den Müttern waren es 79 Prozent.

Einkommenshöhe ist häufig entscheidender Faktor

Für die meisten Befragten war das persönliche Bedürfnis beim Kind zu bleiben entscheidend, den Großteil der Elternzeit zu nehmen. Dabei stimmten 67 Prozent der Frauen dieser Aussage voll und ganz zu, bei den Männern war es rund jeder Dritte (33 Prozent). Daneben gab jeweils ein Großteil der Väter (86 Prozent) und Mütter (82 Prozent) an, die Entscheidung sei das beste für die Betreuung des Kindes gewesen.

Lesen Sie auch: Studie: Mütter, die nur kurz Elternzeit nehmen, haben schlechtere Job-Chancen >>

Aber auch finanzielle Aspekte spielen mitunter eine Rolle. Je 67 Prozent der überwiegend in Elternzeit gewesenen Frauen und Männer gab an, dass ihr Partner mehr verdient.

Für die Studie hat YouGov im Auftrag von Linkedin rund 1000 Eltern von Kindern im Altern von 12 Jahren oder jünger befragt.