Potsdam - Die SPD verliert in Brandenburg weiter an Zustimmung: Laut einer Forsa-Umfrage für die „Märkische Allgemeine Zeitung“ von Mittwoch kommt die SPD nur noch auf 20 Prozent - das sind zwölf Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl 2014. Die AfD liegt mit 20 Prozent gleichauf, dicht gefolgt von der CDU mit 19 Prozent und den Linken mit 17 Prozent.

Die Grünen kommen der Umfrage zufolge auf zwölf Prozent und würden damit ihr Ergebnis von 2014 verdoppeln. Die FDP liegt bei fünf Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen.

Dritter Koalitionspartner vonnöten?

Damit dürfte die Regierungsbildung nach der Landtagswahl am 1. September schwierig werden. Laut dem ersten „Brandenburg-Barometer“ des Jahres kommt das rot-rote Regierungsbündnis aus SPD und Linkspartei unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) derzeit nur auf 37 Prozent. Für eine Regierungsmehrheit bräuchte es also einen dritten Koalitionspartner.

Denkbar wäre ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen, aber auch eine Koalition aus CDU, Linkspartei und Grünen. Mit der Arbeit von Regierungschef Woidke zeigt sich eine knappe Mehrheit von 51 Prozent der Befragten zufrieden. Insgesamt erhält die Landesregierung nur einen Zustimmungswert von 46 Prozent. Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 17. und 20. Dezember 1005 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Brandenburger befragt.

AfD-Fraktionsvorsitzender äußert sich zur Umfrage

Zu den Ergebnissen der neuesten Wahlumfrage von Forsa im Auftrag der Märkischen Allgemeinen erklärt der Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag Brandenburg, Andreas Kalbitz: „Die Umfrage bestätigt unsere Einschätzung. Die AfD hat sich auch in der politischen Landschaft Brandenburgs fest verankert. Natürlich schwindet die Zustimmung für Woidkes rot-rotes Bündnis der Skandale, der Rücktritte und der offensichtlichen Überforderung immer weiter. Nur noch 46 Prozent wollen ein 'Weiter so' in Potsdam.“ (afp)