Berlin - Sind die Deutschen für oder gegen den geplanten Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien? Zwei Umfragen, eine im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“, die andere im Auftrag des Privatsenders N24, kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Im ARD-„Deutschlandtrend“ vertreten 58 Prozent der Befragten die Ansicht, dass Deutschland nach der Ankündigung Frankreichs, gegen den IS als Drahtzieher der Terroranschläge von Paris konsequent vorzugehen, militärischen Beistand leisten sollte. 37 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Furcht vor Terror

In der Emnid-Umfrage für den Fernsehsender N24 bewerten 47 Prozent der Befragten ein militärisches Engagement Deutschlands als falsch, 46 Prozent finden den geplanten Syrien-Einsatz richtig. Dass der IS rein militärisch besiegt werden könne, glauben nur 41 Prozent der Befragten, 53 Prozent befürchten, dass das nicht gelingen wird.

Eine Mehrheit der Deutschen befürchtet beiden Umfragen zufolge, dass die Terrorgefahr durch ein Eingreifen der Bundeswehr steigen könnte. Im „Deutschlandtrend“ sind dies 63 Prozent aller Befragten, in der N24-Emnid-Umfrage sogar 75 Prozent. Keine Veränderung der Bedrohungslage vermuten 34 Prozent in der ARD-Umfrage und 22 Prozent in der Emnid-Umfrage. (dpa)