Unna - Nach einem Unfall auf der A1 haben nach Polizeiangaben am Donnerstag mindestens 50 Gaffer für einen Stau auf der Gegenseite gesorgt.

Das sinnlose und rücksichtslose Verhalten der Gaffer führte auf der Gegenfahrbahn (Richtung Köln) zu „Beinahe-Unfällen“, die nur durch die Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer in letzter Sekunde verhindert wurden, teilte die Polizei mit. 

Verschäfend kam hinzu, dass die Gaffer, während sie das Leid der Verletzten filmten, selbst im Blindflug über die Autobahn fuhren. Erst das Aufstellen des Sichtschutzzaunes entschärfte die Situation.

Rund 50 Unfallgaffer wurden fotografisch festgehalten.

Geldstrafe, Punkt, Fahrverbot

„Das unverantwortliche Verhalten dieser Verkehrsteilnehmer wird sich für diese in Form von Strafanzeigen wegen der Verletzung gegen den höchstpersönlichen Lebensbereich und wegen der verbotenen Nutzung von Smartphones 'auszahlen'“, heißt es in der Mitteilung der Dortmunder Polizei vom Donnerstag.

Die Gaffer müssten mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro, einem Monat Fahrverbot und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Zwei Fahrer wurden schwer verletzt

Der Unfall hatte sich am Donnerstagmittag in Richtung Bremen ereignet; zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund Unna und der Anschlussstelle Kamen-Zentrum. Vier Lastwagen waren involviert, drei Fahrer wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Zeugenaussagen zufolge hatte ein 56 Jahre alter Laster-Fahrer andere Lkw überholt und war beim Wiedereinscheren mit einem anderen Laster zusammengeprallt. Dieser geriet dann gegen zwei weitere Sattelzüge. (dpa)