Palmyra - Nach einer erneuten Attacke auf das historische Palmyra ist die Terrormiliz IS Menschenrechtlern zufolge erneut in die syrische Oasenstadt eingefallen.

Die Dschihadisten kontrollierten nun die gesamte Stadt samt Unesco-Welterbe-Gelände, bestätigte der Leiter des Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur. Die IS-Kämpfer waren schon Samstagabend in die kulturell bedeutende Stadt eingefallen, konnten am Sonntagmorgen durch heftige Luftangriffe Russlands aber vorübergehend vertrieben werden.

Die türkische Armee und syrische Rebellen waren unterdessen am Samstag nach heftigen Kämpfen in die IS-Bastion Al-Bab vorgedrungen. Die Stadt unweit der Grenze zur Türkei ist die letzte Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der nordsyrischen Provinz Aleppo. Türkische Jets hätten den Angriff aus der Luft unterstützt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstagabend.

Die Türkei hatte im August eine Bodenoffensive in Syrien begonnen, mit der sie Rebellen unterstützt. Seitdem haben die Verbündeten im Zuge der Operation „Schutzschild Euphrat” den IS bereits von der türkisch-syrischen Grenze verdrängt. Die Türkei bekämpft in Nordsyrien zugleich die Kurdenmiliz YPG, die eng mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden ist. (dpa)