BerlinBlickt man auf die Geschichte, so stehen die Farben Schwarz-Rot-Gold eigentlich für die Demokratiebewegung. Doch auch bei Demonstrationen sogenannter Querdenker und bei rechten Aufmärschen tauchen die Nationalfarben immer wieder auf. „Das ist historischer Etikettenschwindel“, sagt Matthias Platzeck, Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ und ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs.

Berliner Zeitung: Herr Platzeck, im Abschlussbericht der Kommission „30 Jahre Deutsche Einheit“ regen Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen an, den Bezug zu den Nationalfarben mit verschiedenen Aktionen zu stärken. Wer die Farben am 3. Oktober offen trägt, soll zum Beispiel kostenlos oder vergünstigt mit dem ÖPNV fahren dürfen. Das klingt sehr danach, dass die Menschen zur Zuneigung zu ihrer Flagge „erzogen“ werden sollen…

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