Kapelle im Meer, Agios Nikolaos, Georgioupolis, Kreta.
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AthenWer ab dem 1. Juli nach Griechenland reisen will, muss sich einem Registrierungsprozess unterziehen, dessen Folgen noch unklar sind. Die neuen Regeln kommen völlig überraschend. Zunächst hatte es gehießen, dass Touristen aus bestimmten Ländern wie Deutschland problemlos einreisen dürfen. Nun müssen alle ein Formular ausfüllen, das es nur auf Englisch gibt. 

Dazu müssen sich alle Reisenden mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und das Formular ausfüllen, in welchem sie angeben sollen, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Danach erhalten sie einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Unklar ist, ob Personen ohne QR-Code an der Grenze wieder zurückgeschickt werden. Sollte dies der Fall sein, müsste die Rückreise vom Reisenden selbst bezahlt werden. Ein Algorithmus soll errechnen, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen, berichtete das griechische Staatsfernsehen. Es ist unbekannt, welcher Test das ist. Auch ist nicht klar, ob sich Personen, die über einen aktuellen negativen Test verfügen, trotzdem der Prozedur unterziehen müssen.

Bis das Testergebnis vorliegt, können bis zu 36 Stunden vergehen. Daher müssen Reisende ihren Aufenthaltsort bekanntgeben. Wenn der Test positiv ist, werden die Reisenden darüber verständigt und in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. Es ist unklar, wie Touristen reagieren sollen, wenn sie einen kürzeren Urlaub geplant haben. Die verschärften Regeln gelten vorerst bis zum 31. August. 

Unterdessen bereitet sich das Land auf die Öffnung seiner Regionalflughäfen, Häfen und einiger Grenzübergänge auf dem Festland vor. Ärzte des griechischen Militärs werden Coronavirus-Kontrollen in den Flughäfen der griechischen Inseln ab dem 1. Juli übernehmen. In fast allen Hotels der Inseln wurden Isolierzimmer eingerichtet, in denen mögliche Infektionsfälle bleiben müssen. Auch gibt es auf den Inseln eigene Corona-Test- und Isolierstationen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) am Montag unter Berufung auf den Zivilschutz.

Unterdessen wurde auf der Urlaubsinsel Kos der erste Charterflug aus Deutschland erwartet. Der griechische Tourismusminister Haris Theocharis will die Reisenden im Flughafen von Kos feierlich empfangen, teilte dessen Behörde am Montag mit. „Es ist ein Ereignis von zentraler Bedeutung für den Neustart des Tourismus“, erklärte das Ministerium schriftlich. 

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