Tag 2 des Staatsbesuchs von US-Präsident Obama im Liveblog zum Nachlesen.

22.45 Uhr: Tschüss, bis morgen

Wir verabschieden uns für heute. Morgen geht es um 8 Uhr an dieser Stelle weiter mit unserem Liveblog.

21.50 Uhr: Programm am Freitag

Auch der letzte Besuchtag von Barack Obama in Berlin hat es noch einmal in sich: Um 9.30 Uhr werden die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Spaniens, Italiens und Großbritanniens am Flughafen Tegel erwartet. Im Kanzleramt wollen Francois Hollande, Mariano Rajoy, Matteo Renzi und Theresa May dann mit Merkel und Obama über Syrien, die Ukraine und TTIP sprechen. Am Mittag verlässt Barack Obama Berlin dann wieder. Um 12.30 Uhr soll die Air Force One am Flughafen Tegel Richtung Peru abheben. In Lima wird Obama zum Asien-Pazifik-Gipfel APEC erwartet.

20.55 Uhr: Obama im Interview

Für das Exklusiv-Interview von Spiegel und ARD mit Barack Obama ist die "Tagesschau" heute kürzer ausgefallen. Im Gespräch blickt der scheidende US-Präsident auf das deutsch-amerikanische Verhältnis, die Bilanz seiner Amtszeit und die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten.

Zu den persönlich schwersten Momenten seiner Amtszeit zähle er neben Terrorangriffen die Amokläufe in den Vereinigten Staaten, sagte Obma. Er erinnerte an das Massaker an der Grundschule Sandy Hook in Newtown im Bundesstaat Connecticut, bei dem ein „verwirrter junger Mann“ zwanzig sechsjährige Kinder erschossen habe. „Man kann ihren Schmerz kaum in Worte fassen, und er wird mich immer verfolgen.“

20.51 Uhr: Obamas Kaffeebecher

Fun Fact für zwischendurch: Heute hatte Barack Obama ja beim Spaziergang am Brandenburger Tor wieder seinen geliebten Kaffeebecher dabei - wie schon gestern kurz nach der Ankunft am Flughafen Tegel. Der Becher mit Coolness-Faktor trägt das Siegel des Präsidenten und ist streng bewacht - ein herkömmliches Gefäß wäre ein zu hohes Risiko für einen Giftanschlag.

Obama hat für den Hang zum Kaffeebecher übrigens schon ordentlich Kritik einstecken müssen. Vor zwei Jahren stieg er aus dem Hubschrauber aus und konnte den Wachsoldaten an der Gangway nicht per Salut grüßen - ein Affront und gefundenes Fressen für politische Gegner. Ob in dem Becher tatsächlich Kaffee ist - langjährige Beobachter des Präsidenten bezweifeln es und tippen auf Trinkwasser - lässt das Weiße Haus offen.

20.30 Uhr: Schutzzelt und OP-Saal

Laut der BILD sind übrigens alle freien Zimmer im Adlon mit Sicherheitsleuten belegt. Außerdem soll ein Schutzzelt für den Fall eines Chemie- oder Biowaffen-Angriffs bereitstehen und in der Charité ein OP-Saal in ständiger Bereitschaft sein.

20.15 Uhr: Polizei zufrieden

Aus Sicht der Polizei ist der Obama-Besuch bisher störungsfrei und unproblematisch verlaufen. In der Nacht und am Tag habe es keine Zwischenfälle gegeben, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel. „In jeder Hinsicht kein Problem.“

Über die Sicherheitsmaßnahmen sagte Wenzel, tagsüber seien gleichzeitig rund 2400 Polizisten im Einsatz. Auf den Dächern rund um das Adlon sind Scharfschützen der Polizei zu sehen. Polizisten gucken in Gullys. Auf der Straße Unter den Linden hat die Polizei einen Container aufgebaut, mit dem ganze Autos durchleuchtet werden können. Außerdem stören elektronische "Jammer" den Funkverkehr, um Fernzündungen von Bomben zu unterbinden.

19.48 Uhr: Gästeliste beim Dinner

An dem Abendessen zum Abschied von Obama nehmen Persönlichkeiten teil, die auf besondere Art zur transatlantischen Zusammenarbeit beigetragen haben. Auch Merkels Ehemann Joachim Sauer ist dabei. Auf der Einladungsliste stehen unter anderem Stardirigent Daniel Barenboim, der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, Michael Blumenthal, Ex-Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann - er trainiert derzeit die US-Fußballnationalmannschaft.

Auch die Astronauten Thomas Reiter und Alexander Gerst, der Biochemiker und Nobelpreisträger Thomas Südhof, Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“), der frühere Unionsfraktionsvize Friedrich Merz (CDU) und der außenpolitische Berater der Kanzlerin, Christoph Heusgen, sind  gekommen.

Obama hat unter anderem seine sicherheitspolitische Beraterin Susan Rice sowie deren Stellvertreter Benjamin Rhodes und den US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, zu dem Essen mitgebracht.

19.37 Uhr: Deftig aufgetischt

Deftiges Menü beim Dinner von Angela Merkel mit Barack Obama und Prominenten: Im Kanzleramt wird der Runde eine Art Schlachtplatte serviert: Eisbein, gebratene Haxe und Nürnberger Bratwürstchen, dazu Bier und Wein. Zum Nachtisch gibt es Apfelstrudel.

19.16 Uhr: Obama-Fan Kerber

Tennis-Weltranglisten-Erste Angelique Kerber hat heute Barack Obama getroffen. „Ein Traum ist wahr geworden!! Was für eine Ehre, Präsident Obama heute zum Mittagessen zu treffen“, twitterte die 28 Jahre alte Kielerin.

19.12 Uhr: Abendessen wartet

Der nächste Termin für Angela Merkel und Barack Obama ist ein Gemeinsames Dinner im Kanzleramt mit einigen Prominenten. Ursprünglich sollte das Abendessen um 19 Uhr beginnen, allerdings hat sich der Zeitplan deutlich nach hinten verschoben.

18.46 Uhr: Kritische Fragen

Wie sicher auch zuvor im Vier-Augen-Gespräch der beiden Staatschefs geht es auch bei den Fragen der deutschen und amerikanischen Journalisten weiter darum, was von einem Präsidenten Trump zu erwarten sei. Müsse Merkel jetzt als „leader of the free world“ übernehmen, wie US-Medien schreiben? Und warum Obama so optimistisch sei, dass Trump einen gemäßigten Kurs einschlage, obwohl er als ersten ausländischen Gast den englischen EU-Hasser Nigel Farage empfangen habe, Rechtsaußen-Politikern wichtige Posten gebe und sich traditionelle Republikaner von ihm abwenden?

Er sei halt immer Optimist, sagt Obama. Sonst hätte er es selbst nie ins Weiße Haus geschafft. Und so gehe er eben davon aus, dass auch Trump der Verantwortung des Amtes gerecht werde, wenn er sie erst einmal verspüre. Was Merkel angehe, habe sie bereits in den vergangenen Jahren „eine große Herausforderung und oft auch eine große Last“ getragen und die Werte der freien Welt verteidigt. Die deutsche Kanzlerin selbst sagt dazu nur, dass es „zum Glück“ noch sehr viele Staaten und Regierungen gebe, die diese Werte vertreten und verteidigen. Dann geht die Pressekonferenz nach mehr als einer Stunde zu Ende.

18.35 Uhr: Thema Syrien

Donald Trump hat angedeutet, im Syrienkrieg eher Putins Kurs zu unterstützen und gemeinsam mit Russland und der syrischen Armee von Präsident Assad gegen die IS-Miliz vorzugehen. Davon halte er nichts, sagt Obama auf Nachfrage.

Das Ziel der westlichen Allianz unter US-Führung sei eine dauerhafte Waffenruhe in Syrien – so lange sich Assad dagegen wehre, sei mit ihm kein Frieden in Syrien zu erreichen. „Aber wir werden es weiter versuchen“, sagt der US-Präsident. Auch Merkel betont, Assad könne kein Verbündeter des Westens sein: „Er hat seine eigene Bevölkerung in abscheulicher Weise mit Fassbomben bombardiert“, sagt sie und dass er, etwa in Aleppo, unendliches Leid in Syrien verursacht habe. Wenn man etwa mit syrischen Flüchtlingen in Deutschland spreche, seien die meisten vor Assad geflohen und nicht einmal vor dem IS.

18.20 Uhr: Nähe bleibt

Angela Merkel verhehlt nicht, dass sie traurig über Obamas Ausscheiden aus dem Amt ist. „Klar, wenn man mit jemandem gut zusammengearbeitet hat…“, sagt sie. Aber die US-Verfassung gebe da ganz harte Rahmen vor: „Acht Jahre und dann ist Schluss.“ Obama spielt lächelnd eine „Da kann man nix machen“-Geste vor.

Merkel schreibt den Wahlsieg Trumps indirekt der Verunsicherung durch die Digitalisierung und Fragmentierung der Welt zu: Das stärke populistische Bewegungen, das zeige aber nicht nur die US-Wahl, sondern auch ein Blick ins europäische Parlament. Was ihre persönliche Beziehung zu Obama angeht, neigt Merkel dagegen nicht zu Wehmut. In ihrer gewohnt spröden Art sagt sie, der freie Grenz- und Reiseverkehr erlaube ja jederzeit gegenseitige Besuche: „Wir sind ja nicht aus der Welt, wie man so sagt.“

18.14 Uhr: Abwenden von Amerika?

Seit der Wahl Trumps zum nächsten US-Präsidenten wird viel darüber spekuliert, dass Europa und Deutschland sich stärker von Amerika emanzipieren müssten – zumal Trump eine isolationistische Politik angekündigt hat. Merkel lehnt solche Überlegungen ab: „Mit 80 Millionen Menschen werden sie auf der Welt nicht viel erreichen, selbst wenn sie wirtschaftlich stark sind“, sagt sie. Deshalb sei Deutschland mehr denn je auf Bündnisse angewiesen, vor allem mit westlichen Partnern. Die Bundesrepublik verdanke ihren wirtschaftlichen Aufstieg nach dem Krieg nicht zuletzt der Hilfe durch die USA und der Einbindung in gemeinsame Strukturen, so Merkel.

18.12 Uhr: Trump und TTIP

In der Pressekonferenz werden Merkel und Obama nun zu Donald Trump befragt. Merkel sagt, sie sei „sehr beeindruckt, wie trotz eines harten Wahlkampfes, die Übergangsphase in den Vereinigten Staaten abläuft“. „Das ist auch für uns eine Ermutigung, die gute Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten fortzusetzen“, sagt die Kanzlerin und betont, sie sei sehr offen dafür, auch mit Donald Trump eng zusammenzuarbeiten.

Obama holt in seiner Antwort weit aus, hält eine fast akademische Rede über die Ängste, die die Globalisierung auslöse und die nationalen Reflexe, die sie auslösten. Es sei aber keine Antwort, sagt er schließlich, sich gegen bestimmte Ethnien oder Religionen zu wenden. „Diejenigen von uns, die an eine Welt glauben, in der man voneinander abhängig ist und daran, dass wir einander respektieren“, so Obama, müssten auf die Ängste eingehen und sich gegen „negative Angriffe und simplistische Slogans“ wenden und für ein Miteinander werben. „Letzlich bin ich also ein Optimist“, sagt der scheidende Präsident, „nicht nur hinsichtlich der Entwicklung der Vereinigten Staaten, sondern auch der Welt.“

Angela Merkel will auch an den Plänen für das transatlantische Handelsabkommen TTIP festhalten. Man sei bei TTIP ein gutes Stück vorangekommen, sagt sie. Zwar könne das Abkommen nun zwar nicht unter Dach und Fach gebracht werden. Aber man werde das Erreichte festhalten und eines Tages darauf zurückkommen.

18.05 Uhr: Putin und K-Frage

Die ersten Journalistenfragen drehen sich um zwei Themen, die auch Deutschland umtreiben: Putin – und ob Merkel erneut als Kanzlerkandidatin antritt. Obama sagt, er wolle sich nicht in die Wahlen und Wahlkämpfe anderer Nationen einmischen. Und tut es dann doch: Er schätze Merkel außerordentlich; er hoffe, dass sie weitermache – und „wenn ich hier wählen könnte, würde ich sie wählen“, sagte er. „Ich weiß allerdings nicht, ob ihr das hilft.“

Merkel lächelt breit, aber verlegen. Zu Putin erklären beide, dass gute Beziehungen zu Moskau sehr wichtig seien, dass aber bestimmte Prinzipien eingehalten werden müssen. Deshalb müsse man sich in Europa widersetzen, sagt etwa Merkel, wenn Russland die territoriale Integrität der Ukraine verletzt. Zu ihrer Kanzlerkandidatur sagt Merkel dagegen: nichts.

17.56 Uhr: "Engste Alliierte"

Auch Obama zieht in seinen Einführungsworten Bilanz – er dankt vor allem für die deutsche Unterstützung bei seinen außenpolitischen Projekten, die erfolgreich waren, etwa das Atom-Abkommen mit Iran und die internationalen Klimaabkommen sowie die gemeinsame Flüchtlingshilfe.

Deutschland und Merkel seien zum engsten Alliierten der USA geworden, lobt Obama – und erinnert an seine 2008er-Rede in Berlin, als er noch fürs Präsidentenamt kandidierte und eine Wiederbelebung der internationalen Zusammenarbeit ankündigte. „Damals hatte ich noch keine grauen Haare, aber ich glaube noch immer an dasselbe wie damals“, schließt er seine einführenden Worte: Wer ein erfolgreiches Modell für eine moderne Demokratie und den Wiederaufbau nach Weltkrieg und Blockkonfrontation sehen wolle, müsse nur nach Berlin und nach Deutschland blicken.

17.49 Uhr: Nicht das letzte Mal

Barack Obama beginnt, wie immer in Deutschland, mit einer amüsanten Bemerkung – nicht zum erstem Mal hat sie mit Bier zu tun: „Ich war immer noch nicht beim Oktoberfest (in München)“, sagt er. Insofern sei er heute garantiert nicht zum letzten Mal in Deutschland, denn da wolle er auf jeden Fall mal hin. „Allerdings nehme ich daran wohl besser teil, wenn ich nicht mehr Präsident bin.“

17.44 Uhr: "Acht erfolgreiche Jahre"

In einem längeren Monolog lobt Merkel Obamas außenpolitische Verdienste und die gemeinsamen Anstrengungen für Klimaschutz, für Afrika, für die gemeinsamen westlichen Werte, aber die gemeinsamen Militäreinsätze gegen den ISIS in Irak und Syrien. Es waren acht erfolgreiche Jahre, schwärmt Merkel in nüchternem Ton – und ehe es zu sehr nach einem Abgesang auf die transatlantische Freundschaft klingt, schiebt sie schnell nach: „Natürlich werde ich auch alles daran setzen, mit dem neu gewählten Präsidenten dann gut zusammenzuarbeiten.“ Den Namen Donald Trump nimmt sie nicht in den Mund. Heute wolle sie sich vor allem ganz herzlich bei Barack Obama bedanken, so Merkel.

17.39 Uhr: Kanzlerin lobt Obama

Die Bundeskanzlerin erinnert an aller vorherigen Treffen und dankt dem Präsidenten für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Selbst die Belastungsprobe für die deutsch-amerikanische Beziehung in ihrer Amtszeit, die NSA-Affäre, kehrt Merkel zum Positiven: Die terroristische Bedrohung der letzten Jahre habe bewiesen, dass die Zusammenarbeit deutscher und US-Geheimdienste benötigt werde, so Merkel. „Das will ich aus deutscher Perspektive ganz klar sagen.“

17.33 Uhr: Pressekonferenz beginnt

Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama treten vor die Presse - später als angekündigt. Ursprünglich sollte die Pressekonferenz um 16.30 Uhr stattfinden, dann wurde sie auf 17.15 Uhr verlegt. Aber auch dann mussten sich die anwesenden Journalisten noch eine ganze Weile gedulden. Die ARD Tagesschau überträgt die Pressekonferenz live.

17.08 Uhr: Schaulustige im Kanzleramt

16.55 Uhr: Glas mit Deckel

Merkel und Obama sind noch nicht auf der Pressekonferenz, ihre Wassergläser allerdings schon. Das Glas von Angela Merkel steht rechts, das von Barack Obama links. Aber warum ist Obamas Glas abgedeckt? Damit die Kohlensäure nicht entweicht? Aus Sicherheitsgründen? Oder mag er einfach Getränke mit Deckel?

16.48 Uhr: Staatskarosse ohne TÜV

US-Präsident Barack Obama rollt bei seinem Abschiedsbesuch in Berlin mit seiner schweren Staatskarosse durch die Hauptstadt - und die Polizei sieht großzügig über die fehlende Zulassung des „The Beast“ („Das Biest“) genannten Dienstfahrzeugs für den Straßenverkehr in Deutschland hinweg.

Die gepanzerte Cadillac-Sonderanfertigung des US-Autobauers General Motors begleitet den US-Präsidenten stets auf seinen Auslandsreisen. Die rollende Festung ist wie eine kleine Regierungszentrale ausgestattet, der Präsident kann über Satellitentelefone und verschlüsseltes Internet kommunizieren. Der Beschaffungspreis ist geheim, wird aber auf über eine Million Dollar geschätzt.

16.30 Uhr: Gespräche beginnen

Merkel und Obama beginnen die bilateralen Gespräche im Kanzleramt. Eine gemeinsame Pressekonferenz wird es um 17.15 Uhr geben.

16.25 Uhr: James Clapper geht

Unterdessen hat der Chefkoordinator der US-Geheimdienste, James Clapper, seinen Rücktritt erklärt. Der langjährige Geheimdienstexperte war von US-Präsident Barack Obama ernannt worden und hatte sein Amt 2010 angetreten.

16.10 Uhr: Russland und Terror

Merkel will mit Obama nach Angaben der Bundesregierung auch über den Umgang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Ukraine-Krise sowie den Kampf gegen den internationalen Terrorismus reden. Die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen, die Zukunft des umstrittenen geplanten EU-Handelsabkommens TTIP mit den USA und die Klimapolitik sollen ebenfalls Thema sein. Merkel und Obama wollen die Öffentlichkeit am späten Nachmittag über ihre Beratungen informieren.

16 Uhr: Merkel begrüßt Obama

Küsschen links, Küsschen rechts: Kanzlerin Merkel hat US-Präsident Barack Obama offiziell zu dessen Abschiedsbesuch in Berlin herzlich empfangen. Merkel und Obama begrüßen sich am Donnerstagnachmittag mit einem Lächeln und Wangenküsschen vor dem Kanzleramt.

Bei dem auf mindestens eineinhalb Stunden angesetzten Gespräch geht es unter anderem um die Rolle der USA unter dem künftigen republikanischen Präsidenten Donald Trump bei der Bewältigung internationaler Krisen wie in Syrien.

15.30 Uhr: Kanzleramt

Vor dem Kanzleramt versammelten sich viele Obama-Fans. Gegen 15.25 Uhr fuhr die Autokolonne mit Präsident Obama vor. Die Schaulustigen jubelten Obama zur Begrüßung zu.

15.25 Uhr: Currywurst für Obama

Merkel wollte Obama um 15.15 Uhr offiziell am Kanzleramt zu seinem Abschiedsbesuch in Berlin empfangen. Am Vorabend hatten sich Merkel und Obama bereits zu einem dreistündigen Abendessen unter vier Augen getroffen. Es soll neben Haute Cuisine auch Currywurst gegeben haben. Am Abend stand ein weiteres Dinner auf dem Programm. Dazu werden auch prominente Gäste wie Jürgen Klinsmann erwartet.

15.08 Uhr: Merkel empfängt Obama

Am Nachmittag wird Obama im Kanzleramt erwartet. Dort wird er seine Gespräche mit Kanzlerin Merkel fortführen. Beide wollen die Journalisten gegen 16.45 Uhr über die Ergebnisse ihrer Gespräche informieren. Auch die Berliner Zeitung ist vor Ort dabei.

Falls Sie sich wundern, warum das Video so schnell vorbei ist: Es gibt derzeit Übertragungs-Probleme bei Facebook-Live-Videos sowie im gesamten Mobilfunkverkehr. Dies könnte an sogenannten Jammern liegen, die die Polizei einsetzt, um den Funkverkehr zu stören. Auch Handys sind davoin betroffen. So sollen Fernzündungen von Bomben unterbunden werden.

15 Uhr: Obama über Trump

„Wenn er (Donald Trump) die gleiche Anzahl von Menschen krankenversichern kann - und zwar besser als ich, dann würde ich dies unterstützen“, sagte US-Präsident Obama im Interview von Spiegel und ARD über die Pläne für das Gesundheitswesen seines Nachfolgers im Amt, Donald Trump.

14.50 Uhr: Obama im Interview

Das gesamte Interview mit Obama wird heute Abend in der Tagesschau ausgestrahlt - hier bereits ein Ausschnitt:

14.42 Uhr: Lob für Merkel

Der scheidende US-Präsident scheint seine deutsche Amtskollegin wirklich zu mögen: „Sie steht für große Glaubwürdigkeit, und sie ist bereit, für ihre Werte zu kämpfen“, sagte Obama in einem Interview mit der ARD und dem „Spiegel“, die ihn exklusiv im Adlon treffen durften. „Ich bin froh, dass sie da ist, und die Deutschen sollten sie wertschätzen. Ich schätze sie jedenfalls als Partnerin“.

14.20 Uhr: Obama am Tor

Auf dem Rückweg von der US-Botschaft zum Hotel hat Obama nicht wie erwartet den Hinterausgang genommen, sondern das Brandenburger Tor besichtigt. Mit dabei: Derselbe präsidiale Coffee-To-Go-Becher, den er auch schon gestern Abend auf der Fahrt vom Flughafen Tegel zum Hotel Adlon bei sich trug.

14.15 Uhr: Überall Scharfschützen

Der Hollywood-Filmmusikkomponist James Newton-Howard hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Berlin als teilweise ziemlich beängstigend bezeichnet. Newton-Howard übernachtet derzeit  wie Obama im Hotel Adlon.

Es sei surreal gewesen, das Brandenburger Tor und der Platz davor seien in der Nacht komplett verwaist und alles abgesperrt gewesen. „Wir sahen Scharfschützen auf dem Dach, und Panzerfahrzeuge und Polizei. Es war wirklich ziemlich furchteinflößend.“ Newton-Howard schrieb die Musik für den Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, der am Donnerstag Deutschland-Premiere feiert.

14.10 Uhr: Prominente beim Dinner

Auf der Gästeliste des Dinners von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama am Donnerstagabend (19 Uhr) im Kanzleramt stehen laut „Bild.de“ auch Merkels Ehemann Joachim Sauer, Stardirigent Daniel Barenboim, der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, Michael Blumenthal, Ex-Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (er trainiert derzeit die US-Fußballnationalmannschaft), die Astronauten Thomas Reiter und Alexander Gerst, der frühere Unionsfraktionsvize Friedrich Merz (CDU), der Biochemiker und Nobelpreisträger Thomas Südhof, Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“) und der außenpolitische Berater der Kanzlerin, Christoph Heusgen.

Obama bringt demnach seine sicherheitspolitische Beraterin Susan Rice sowie deren Stellvertreter Benjamin Rhodes, den US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, und den europapolitischen Berater der US-Regierung, Charles Kupchan, mit.

14 Uhr: Leer Force One

Auch bei der Berliner Stadtreinigung hat man sich auf Obamas Besuch vorbereitet:

13.40 Uhr: 150 Schaulustige

Lustige Polizeidurchsage am Pariser Platz: "Das Fenster über Starbucks bitte schließen". Klingt sehr aufgeregt und gestresst. Mittlerweile sind etwa 150 Schaulustige da. Manche meinen, sie wüssten selbst nicht so genau, warum sie hier stehen.

13.15 Uhr: Kamerateams und Touris

Richtig viel ist nicht los am Pariser Platz, einige Fernsehteams haben ihre Kameras aufgebaut, um einen Blick auf Obama zu erhaschen, ansonsten sind es fast ausschließlich ausländische Touristen, die hier ziemlich ratlos stehen, weil sie nicht weiterkommen. Es wird aber langsam voller.

12.57 Uhr: Kontrolle von Gullideckeln

Auch die Polizei Berlin berichtet auf Twitter über ihren heutigen Einsatz:

12.30 Uhr: Spree unter Kontrolle

Auch die Spree wird von der Polizei gesichert und abgefahren. Am Nachmittag wird Obama im Kanzleramt erwartet, um die Gespräche mit Merkel fortzuführen.

11.50 Uhr: Obama in US-Botschaft

Obama hat unterdessen das Fitnessstudio für seine morgendlichen Übungen im Hotel Adlon verlassen und sich auf den Weg zur US-Botschaft nebenan gemacht. Dort verabschiedet er sich von seinen Mitarbeitern.

11.45 Uhr: Autos durchleuchtet

Rund 2400 Polizisten sind zum Schutz von US-Präsident Barack Obama und für Absperrungen in Berlin gleichzeitig im Einsatz. Noch bis zur Abreise Obamas am Freitag würden diese umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen dauern, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Besondere Vorkommnisse habe es bis zum Donnerstagvormittag nicht gegeben, sagte Wenzel. „Es ist alles ruhig und im Griff, die Lage ist stabil.“ Wegen der kompletten Sperrung großer Teile des Regierungsviertels kommt es laut Polizei allerdings zu Staus und zähflüssigem Verkehr in der gesamten Innenstadt.

Zu speziellen Sicherheitsvorkehrungen am Hotel „Adlon“, wo Obama wohnt, sagte die Polizei nichts. Zu sehen sind aber Scharfschützen auf den Dächern des „Adlons“ und benachbarter Gebäude. Auf der Straße Unter den Linden hat die Polizei einen Container aufgebaut, mit dem ganze Autos durchleuchtet werden können. Das sei nötig für die wenigen Fahrzeuge, die überhaupt in den Sicherheitsbereich dürften, sagte Wenzel. Also etwa Lieferwagen für die Hotelküchen.

11.40 Uhr: US-Präsidenten in Berlin

1963 fuhr John F. Kennedy noch im offenen Cabrio durch Berlin und jubelte der Menge zu. Heute nicht mehr denkbar. Vieles hat sich geändert - vor allem die Sicherheitsvorkehrungen für US-Präsidenten sind enorm groß.

11.25 Uhr: Beliebt oder nicht?

Was denken eigentlich in Berlin lebende Amerikaner über Obama und seinen Besuch?

Während Obama von vielen gefeiert wird, lassen Bewohner in Manhattan das Trump-Schild vom Gebäude entfernen:

11.10 Uhr: Spitzentreffen mit Regierungschefs

Auch prominente Besucher konnten nicht wie gewohnt vor dem Adlon vorfahren. Der französische Premierminister Manuel Valls kam mit seinen Begleitern zu Fuß zum Hotel. Er sollte auf einem Wirtschaftsgipfel der „Süddeutschen Zeitung“ sprechen, der am Donnerstagmorgen dort begann.

Am Freitagvormittag ist ein Spitzentreffen von Merkel und Obama mit europäischen Staats- und Regierungschefs geplant. Danach fliegt Obama wieder ab.

10.55 Uhr: Obama mit Kampfhund Trump

Während seiner Auslandsreise muss Barack Obama die Staatsoberhäupter auch von Donald Trump überzeugen. Nicht jeder dürfte über den neuen Präsidenten der USA glücklich sein. Die Kollegen vom BR haben das treffend in einer Karikatur zusammengefasst:

10.40 Uhr: Sperrungen im Verkehr

Der Staatsbesuch hat auch für Berliner und Touristen Konsequenzen. Sie können zum Beispiel nicht am S-Bahnhof Brandenburger Tor halten.

In der Stadt wurde eine Sperrzone errichtet:

Der Obama-Besuch wird von erheblichen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Der gesamte Bereich um Kanzleramt, Reichstag, Brandenburger Tor, amerikanischer Botschaft, Adlon und das Holocaust-Mahnmal ist drei Tage lang für Autos und weitgehend auch für Fußgänger gesperrt. 5000 Polizisten sind im Einsatz.

10.20 Uhr: Hillary Clinton ist sichtlich gezeichnet

Unterdessen in Washington: Verliererin Hillary Clinton zeigt sich bei ihrem ersten Auftritt nach der Wahl emotional: „Es gab in dieser Woche einige Momente, in denen ich mich einfach nur mit einem guten Buch oder unseren Hunden zurückziehen und das Haus niemals mehr verlassen wollte.“

„Ich weiß, dass viele von Euch sehr enttäuscht sind über das Wahlergebnis. Ich bin es auch. Mehr als ich jemals werde sagen können.“

10.10 Uhr: Interview wird abends gezeigt

Am Donnerstagvormittag wird sich Obama den Fragen der deutschen Journalisten stellen. WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich und Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer interviewen den US-Präsidenten. Das Interview wird am Abend um 20.11 Uhr in der ARD gezeigt. Dafür wird sogar die Tagesschau verkürzt.

9.55 Uhr: Sperrzone rund ums Hotel Adlon

Zur Zeit ist sehr wenig los rund um das Hotel Adlon. Es ist ruhig, kein Verkehr zu hören, die Polizei hat den Bereich weiträumig abgesperrt, brav umfahren die Berliner das Sperrgebiet.

Eine Frau mit Fahrrad erklärt ihrer Tochter, dass sie besser mal die Nachrichten gehört hätten, jetzt müssten sie umkehren und einen anderen Weg einschlagen. Freundlich verabschieden sie sich von den Absperrgitter-Polizisten aus Sachsen. Ein paar Schaulustige und Pressevertreter warten darauf, dass sich Obama zeigt. Vor dem Hotel stehen Räumpanzer.  Auch auf dem Dach des Adlon ist Sicherheitspersonal mit Weitsichtgeräten erkennbar. Es ist sehr ruhig hier.

9.40 Uhr: Schwerer Abschied

Vermutlich ist Angela Merkel wehmütig zumute. Tränen werden wohl kaum fließen, aber der Abschiedsbesuch Barack Obamas als US-Präsident dürfte der Kanzlerin schon schwer fallen. Zweifelhaft, ob sie Donald Trump je ähnlich nah sein wird.

Das Verhältnis der Beiden war in den vergangenen acht Jahren nicht konfliktfrei. Aber vertrauensvoll. Das ist viel. „Mit ihr habe ich wahrscheinlich am engsten zusammengearbeitet“, sagt Obama über Merkel. Ihn haben die Deutschen wahrscheinlich so gefeiert, wie keinen anderen.

9.20 Uhr: Gesprächsthemen mit Merkel

Wenn Barack Obama und Angela Merkel zusammentreffen, gibt es eine große Palette an Gesprächsthemen abzuarbeiten - auch wenn der US-Präsident seine letzten Wochen im Amt verbringt. Die wichtigsten im Überblick:

9.05 Uhr: Obama for Bundespräsident?

Auch in den sozialen Netzwerken ist der Obama-Besuch ein Thema. In Deutschland ist der Präsident überwiegend beliebt. Ein User würde Obama gerne auf einem ganz bestimmten Posten sehen:

Ein weiterer User hat noch eine andere Idee, wo sich Obama zukünftig engagieren könnte:

8.50 Uhr: Besuch ohne Familie

Obama ist dieses Mal übrigens ohne seine Familie nach Berlin gekommen, sicherlich auch, weil er kaum Zeit für sie hätte. Denn die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA stehen derzeit im Mittelpunkt. Gerade im Hinblick auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump dürften Kanzlerin Merkel und Präsident Obama einiges zu besprechen haben.

Seinen letzten großen Auftritt hatte Obama in Berlin 2013, als er vor geladenen Gästen am Brandenburger Tor sprach.

8.30 Uhr: Termine am Donnerstag

US-Präsident Barack Obama ist heute Morgen in Berlin erwacht. Er wird sich im Hotel Adlon und der US-Botschaft nebenan aufhalten. Auch Interviews sind geplant, unter anderem für die ARD Tagesschau. Das Interview wird für den Abend aufgezeichnet.

Am Nachmittag empfängt Kanzlerin Merkel den US-Präsidenten im Kanzleramt. Beide wollen gegen 16.45 Uhr über die Ergebnisse ihrer Gespräche informieren. Am Abend steht erneut ein gemeinsames Abendessen im Kanzleramt auf der Tagesordnung.

8.10 Uhr: Obamas erste Nacht ruhig verlaufen

Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in Berlin verläuft bisher ohne Störung. „Zwischenfälle aus der Nacht sind uns nicht bekannt“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen.

7.30 Uhr: Berlin wartet

Guten Morgen! Die deutsche Hauptstadt hat einen prominenten Besucher: Barack Obama macht seinen letzten Staatsbesuch als US-Präsident in Berlin, bevor er das Amt an seinen umstrittenen Nachfolger Donald Trump übergibt. Alles zu seiner Ankunft lesen Sie in unserem Newsticker vom Mittwoch: