Präsident Donald Trump und seine Frau Melania  2018 bei einem Besuch auf der US-amerikanischen Luftwaffenbasis in Ramstein 
Foto: Shealah Craighead

Berlin - Es ist ein friedliches Bild, das der weite Platz in Lichterfelde an diesem warmen Sommernachmittag bietet. Auf einem gerade neu in den Farben blau, weiß und rot gestalteten Spielplatz toben ein paar Kinder, klettern auf einen Holzturm, auf dem in großen Buchstaben zu lesen ist: Tower 01. Neue lichte Wohnblocks und langgestreckte Gebäude mit hellen Fassaden und vielen Fenstern umschließen das Gelände. An einer Ecke steht ein großes Schild mit dem Schriftzug „Platz der US-Berlin-Brigade“. Darunter ist ein Wappen zu sehen, das auf blauem Grund den Schriftzug Berlin und ein von roten Flammen umzüngeltes Schwert zeigt.

Welch eine Symbolik. Dieser friedliche Stadtplatz lag einst im Zentrum des Geländes der Mc-Nair-Kaserne, einem der Standorte der US-Armee, die im Juli 1945 das Kommando über den amerikanischen Sektor im Südwesten Berlins übernahm. Wo heute Kinder spielen, fanden bis zum Abzug der alliierten Truppen im Sommer 1994 militärische Appelle statt. Gleich nebenan, auf dem Platz des 4. Juli, paradierten die Soldaten der hier stationierten Infanterie- und Artillerieeinheiten der Berlin-Brigade. Dies war der östlichste Vorposten des US-Militärs in Europa, wie auf einer Insel mitten in der von der Sowjetunion beherrschten DDR gelegen.

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