Pete Buttigieg und Bernie Sanders.
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Nach dem Chaos in Iowa haben die Demokraten an diesem Dienstag die Chance, klarere Verhältnisse zu schaffen. Sie können die Vorwahlen auf einen Zweikampf zwischen dem ältesten Kandidaten Bernie Sanders (77) und dem jüngsten Pete Buttigieg (38) verengen. Der eine bietet einen radikalen Politik-, der andere einen Generationswechsel an.

Radikale Politik oder Generationenwechsel

Sanders verspricht eine Revolution der wirtschaftlichen Verhältnisse, Umverteilung von oben nach unten, den grünen Umbau der Gesellschaft, kostenloses Studium und Krankenversicherung für alle.

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Buttigieg steht für Reformen in kleinen Schritten, die von einer größtmöglichen Zahl an Amerikanern mitgetragen werden können. Er will die zerrissene Nation versöhnen, statt weiter zu spalten.

So unterschiedlich die beiden Kandidaten in Stil und Substanz auch sein mögen, so sehr fordern beide die etablierten Strukturen in der Partei heraus.

Gesicht der Demokraten änderte sich mit beiden

Der demokratische Sozialist Sanders will inhaltlich „keine halben Sachen mehr machen“. Während Buttigieg verspricht, ein „neues Kapitel“ aufzuschlagen. Das Gesicht der Demokraten änderte sich mit beiden. Ein Zurück in die Zukunft, wie es Joe Biden oder Michael Bloomberg anbieten, schließen der Revoluzzer und der Reformer aus.

Für beide ist ein gutes Ergebnis in New Hampshire wichtig, um den Führungsanspruch auf ihrem jeweiligen Flügel zu festigen. Die unterlegenen Kandidaten sollten der Partei helfen, sich schnell zu vereinen. Nur geschlossen haben die Demokraten eine Chance, Donald Trump im November zu schlagen. Mindestens bei diesem Ziel sind sich vom jüngsten bis zum ältesten Kandidaten alle Demokraten einig.