Nach landesweiten Berichten über Raubüberfalle auf „Pokémon Go“ - Nutzer, die wohl abgelenkt waren, warnt der ADAC vor weiteren Unfällen. Auch Behörden verlangen erhöhte Aufmerksamkeit bei der Jagd auf die Monster. Denn obwohl die derzeit beliebteste App zum Vergnügen da ist, tauchen immer mehr Berichte über Kriminelle auf, die Spieler überfallen.

Besonders in den USA häufen sich solche Vorfälle. So seien auf dem Campus der University of Maryland vier „Pokémon Go“-Spieler bei der Suche nach den Monsterfiguren ausgeraubt worden. Das teilte die Campus-Polizei mit. Drei der Opfer waren Studenten. In zwei weiteren Fällen habe der Verdächtige sogar eine Waffe gezückt. Verletzte gab es keine.

Nur kurz vorher wurden vier Verdächtige aus Auburn in Alabama festgenommen, weil sie einen Mann mit einer Waffe bedroht haben. Auch dieses Opfer war gerade auf Pokémon-Suche. Wie die Polizei mitteilte, hielt sich der App-Nutzer in der Nähe eines verlassenen Gebäudes auf, als ihn die Männer attackiert haben.

"Pokémon Go" fordert eine dauerhafte Beschäftigung mit dem Smartphone. Nur so kann man die kleinen Monster entdecken und einfangen. Nutzer können sich dabei kaum auf ihre Umgebung konzentrieren und laufen in gefährliche Situationen, in denen sie beispielsweise den Verkehr nicht beachten, während der Autofahrt Pokémon fangen oder Opfer von Diebstählen werden. (sf)