Varosha - Am Zugang zur Geisterstadt im Niemandsland der geteilten Mittelmeerinsel Zypern stehen Absperrgitter, ein Container, Polizeiwagen. Drei uniformierte Zyperntürken lassen sich die Ausweise der Besucher zeigen und winken sie dann durch. Nach 50 Metern kommt ein Kiosk, dahinter parken 300 nagelneue Fahrräder. Die Türkei hat sie gespendet, für umgerechnet einen Euro kann man eines mieten und dann auf neuem Asphalt über die Boulevards gleiten, durch die verlassene Zone. Als wäre dies eine Touristenattraktion.

Tatsächlich ist Varosha einzigartig auf der Welt. Ein Seebad, eingefroren in einer Zeitkapsel. Fast 50 Jahre lang nur von fern zu bestaunen, unerreichbar, geheimnisumflort. Dann plötzlich ins Jetzt katapultiert, als das türkische Nordzypern einen langen Strandabschnitt und mehrere Straßen am 6. Oktober für Besucher öffnete.

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