Havanna - Inmitten der politischen und humanitären Krise in Venezuela hat die Maduro-Regierung eine Hilfslieferung an das verbündete Kuba geschickt. Ein Schiff mit rund 100 Tonnen an Baumaterialien und Fahrzeugen erreichte am Freitag den Hafen der Hauptstadt Havanna, wie im staatlichen Fernsehen Kubas zu sehen war. Die Lieferung erreiche den sozialistischen Inselstaat in einer Zeit, in der Venezuela eine „politische und wirtschaftliche Aggression angeführt von den USA“ erlebe, sagte der Kommandant des Marineschiffs, Vladimir Maldonado.

Kuba wurde am 27. Januar von einem heftigen Tornado getroffen. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben, rund 200 weitere wurden verletzt. Der Tornado hinterließ an rund 4800 Wohnhäusern Schäden. Der Vizeminister für Außenhandel und ausländische Investitionen Kubas, Antonio Carricarte, bedankte sich für die Geste Venezuelas. Kuba stehe hinter der venezolanischen Regierung und dem Volk angesichts des Versuchs, die Regierung in dem südamerikanischen Land auszuwechseln.

Während der Großteil der lateinamerikanischen und EU-Staaten den Parlamentschef Juan Guaidó als Präsidenten Venezuelas anerkannten, stellte sich Havanna von Anfang an hinter seinen Verbündeten Nicolás Maduro. Die sozialistische Regierung des ölreichen Lands versorgt Kuba unter anderem mit günstigen Öllieferungen. Im eigenen Land blockiert die venezolanische Regierung derzeit ausländische Lieferungen von Hilfsgütern an die notleidende Bevölkerung. (dpa)