Berlin - Reichsbürger, Impfgegner, die den Davidstern tragen, Neonazis, Esoteriker, selbsternannte Friedensaktivisten – die Demonstranten, die bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zuletzt in mehreren deutschen Städten zusammenkamen, stammen aus den unterschiedlichsten Milieus – und sie zeigen, so die Analyse der Amadeo Antonio Stiftung und des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland, eine besorgniserregende Verdichtung antisemitischer Tendenzen.

„Verschiedene Gruppen der Bevölkerung finden sich zusammen, um sich gegen die Vernunft aufzulehnen“, sagte Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeo Antonio Stiftung am Dienstag. Dabei seien Verschwörungsideologien das verbindende Element. „Diese Ideologien haben immer einen antisemitischen Motor – egal, ob es explizit ausgesprochen wird oder nicht, ob es um die Mär von der Übernahme der Weltherrschaft durch Juden geht oder um die Impfkampagne von Bill Gates.“

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