Berlin/Rom - Die Deutsche Marine hat vor der libyschen Mittelmeerküste weitere 539 Flüchtlinge gerettet. Die 505 Männer, 30 Frauen und vier Kinder wurden bereits am Freitag vom Versorgungsschiff „Berlin“ aus drei Schlauchbooten und einem Holzboot an Bord genommen, wie die Bundeswehr am Samstag mitteilte. Damit ist die Zahl der seit Mai von der Bundeswehr aus dem Mittelmeer geretteten Flüchtlinge über 10.000 gestiegen - auf 10.528.

Bereits an Heiligabend hatte die „Berlin“ 121 Flüchtlinge aufgenommen. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden im Verlauf der Woche insgesamt 2300 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) haben in diesem Jahr 150.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg Italien erreicht. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber 2014 (170.000). Der Großteil der Schutzsuchenden, die in diesem Jahr nach Europa kamen, wählte die Route über die Ägäis nach Griechenland. (dpa)