In einem offenen Brief hat eine Krankenschwester auf Facebook die Ernennung von CDU-Politiker Jens Spahn scharf kritisiert und seine, aus ihrer Sicht, fehlende Erfahrung im Bereich des Gesundheitswesens angeprangert. In dem mahnenden Appell an den vor zwei Wochen vereidigten neuen Gesundheitsminister kritisierte sie die „menschenunwürdigen“ Arbeitsverhältnisse und die allgemeinen Missstände des deutschen Gesundheitssystems. Der offene Brief hat im Web Diskussionen ausgelöst und viele Menschen haben der Krankenschwester beigepflichtet.

Jens Spahn hat in einem seiner regelmäßig veröffentlichten Facebook-Live-Videos auf die Kritik der Krankenschwester geantwortet und ihr beigepflichtet, dass eine Aufstockung des Pflegepersonals und eine bessere Bezahlung notwendig seien. Er bekräftigte, dass es genau dieses Ziel zusammen mit seinem Team verfolgen wolle.

Den Appell seitens seiner Kritiker nehme er als Ermutigung aus der Debatte der letzten Wochen mit, versicherte der Gesundheitsminister. Allerdings betonte er, dass Erfolge nicht sofort zu erreichen seien, man „in ein oder zwei Jahren gerne gemeinsam auf die erreichten Ziele blicken“ könne, um die Erfolge zu bewerten. (red)