Berlin - Etwa 25.000 Ukraine-Flüchtlinge in Berlin müssen auch nach dem 1. Juni von den Sozialämtern der Bezirke betreut werden. Das sagte Engelbert Mazanke, Leiter des Landesamtes für Einwanderung (LEA), dem „Tagesspiegel“. Ihre Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz muss damit vorerst weiter vom Land Berlin bezahlt werden. Sie erhalten außerdem weniger Geld, als ihnen mit Aufenthaltstitel zustünde. Grund dafür ist das besondere Berliner System, um einen Aufenthaltsstatus zu bekommen. Liegt nur eine Online-Bescheinigung durch das LEA vor, bleiben die Flüchtlinge vorerst im Asylbewerberleistungsgesetz - bis sie sich einen richtigen Aufenthaltstitel besorgt haben.

Diesen Aufenthaltstitel besitzen laut Mazanke in Berlin knapp 24.000 Ukraine-Flüchtlinge. Eine weitere Möglichkeit für das Empfangen von Sozialleistungen ist die förmliche sogenannte Fiktionsbescheinigung durch das LEA. Das betrifft 11.000 Ukraine-Flüchtlinge. Insgesamt sind damit rund 35.000 der Flüchtlinge ab sofort antragsberechtigt. Insgesamt haben aber inzwischen 60.000 Ukrainer digital eingetragen beim Landesamt, sagte Mazanke.