München - Erschreckend real zeigt ein Headset die unauslöschlichen Bilder von Auschwitz - die Stahlschienen, das Eingangsgebäude, Baracken, Gaskammern und Krematorien: Mit einem hochpräzisen, digitalen 3D-Modell von Auschwitz will das bayerische Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen der letzten Kriegsverbrecherprozesse erleichtern. Rekonstruktionen können dank der Technik inmitten des virtuellen Lagers stattfinden.

„Früher sagten die Leute oft, sie hätten in Auschwitz Dienst getan, aber wüssten nicht, was passiert ist“, erklärt Jens Rommel, Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen. „Juristisch geht es um den Vorsatz: Musste ein Verdächtiger wissen, dass die Leute in die Gaskammern gebracht oder erschossen wurden? Dafür ist das Modell eine sehr gute, sehr moderne Hilfe bei den Ermittlungen.“

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