RIO DE JANEIRO - Das von Mücken übertragene Zika-Virus hat in Brasilien und anderen Ländern Lateinamerikas dazu geführt, dass viele Frauen illegal abtreiben, weil sie fürchten, ein Kind mit schweren Geburtsschäden zu gebären. Frauenärzten zufolge warten die Patientinnen nicht, bis die Diagnose feststeht, dass ihr ungeborenes Baby an Mikrozephalie leidet, sondern sie lassen sozusagen präventiv abtreiben.

Dabei handelt es sich offenbar um Frauen aus der Mittelschicht, denn eine Schwangerschaftsunterbrechung kostet zwischen 1 150 und 3 500 Euro. „Sie wollten nicht so lange warten, bis sie es selber sehen“, zitiert Brasiliens größte Zeitung Folha de S. Paulo eine namentlich nicht genannte Gynäkologin, die drei Zika-Patientinnen betreute.

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