Jessica Rosenthal 2019 auf dem Bundesparteitag der SPD in Berlin.
Foto: photothek.net/Felix Zahn

Berlin/BonnSie hat sich nicht aus der Reserve locken lassen, auch nicht vom Spiegel. In einem Interview, das am Donnerstag erschien, erklärte Jessica Rosenthal ihre Kandidatur für den Juso-Bundesvorsitz. Sie wird sich damit im November um die Nachfolge von Kevin Kühnert bewerben, des diskussionsfreudigen und inzwischen sehr bekannten Berliner SPD-Politikers. Rosenthal hat sich als erste Kandidatin vorgewagt, nachdem Kühnert vor wenigen Tagen sein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt verkündet hatte. Den bisherigen Juso-Vorsitzenden zieht es in den Bundestag.

In dem Interview bemühen sich Rosenthals Gesprächspartner vergeblich, der Vorsitzenden der NRW-Jungsozialisten eine Kampfansage gegen die SPD-Parteispitze zu entlocken. Die Jusos hatten die Kandidatur von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die zuletzt eine eher unglückliche Figur machten, maßgeblich unterstützt. Auf eine Attacke gegen Esken und Walter-Borjans ließ sich Jessica Rosenthal nicht ein – was ihr gleich den Vorwurf einbrachte, zu zahm zu sein. „Ich halte es für falsch“, konterte die 27-Jährige, „wenn Sie die Rolle der Jusos darüber konstruieren, dass sie konträr zur Parteiführung stehen muss.“ Und: „Ich bin Jungsozialistin. Bei mir gibt es keinen Etikettenschwindel.“

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