Sparsam, robust und massentauglich sollte er sein, so lauteten die Vorgaben des Ministerrats der DDR, als am 14. Januar 1954 der Bau eines Kleinwagens aus „volkseigener Produktion“ beschlossen worden war. Ein viersitziges Familienauto als Gegenentwurf zum westdeutschen Käfer, mit einem Gewicht von maximal 600 Kilogramm und einem Spritverbrauch von 5,5 Litern auf 100 Kilometern. Und das Ganze für höchstens 4000 Mark. Konzeptionell orientierte er sich am seit 1950 in Bremen gebauten Lloyd LP 300, dem legendären „Leukoplastbomber“.

Am 10. Juli 1958 war es dann soweit: In Zwickau begann die Serienproduktion des Trabant P50 genannten Vehikels. Der Beginn einer ganz eigenen Erfolgsgeschichte. Für die Karosserie wurde baumwollverstärktes Duroplast verwendet, da einerseits Tiefziehbleche auf der Embargoliste westlicher Länder standen und der Kunststoff andererseits billiger als Stahlblech war. Zudem konnte er einfach und also schnell hergestellt werden. So lautete jedenfalls der Plan.

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