Stuttgart - Vordenker und Visionär: Erhard Eppler hat die SPD in Deutschland über Jahrzehnte geprägt und ist lange Zeit zugleich auch ihr Gewissen gewesen. Am Samstag starb der streitbare Sozialdemokrat im Alter von 92 Jahren. Als einer der ersten thematisierte er die Risiken der Atomkraft und kritisierte schon früh, dass ein höheres Bruttosozialprodukt nicht automatisch mehr Wohlstand für alle in der Welt bedeute. Sein Verhältnis zu den Sozialdemokraten war lange Zeit von Spannungen geprägt. „In meiner Zeit als aktiver Politiker habe ich mich fast jede Woche über die Partei geärgert“, sagte Eppler, den sein Fraktionschef im Bundestag, Herbert Wehner, einst als „Pietcong“ verspottet hatte.

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