In Schleswig-Holstein hat die mit Spannung erwartete Landtagswahl begonnen. Die ersten Wähler gingen bereits kurz nach Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr zur Abstimmung.

Die bisher in einer schwarz-gelben Koalition regierende CDU will mit ihrem Spitzenkandidaten Jost de Jager wieder stärkste Partei werden. Dabei wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD erwartet. Die Sozialdemokraten mit dem Spitzenkandidaten Torsten Albig streben ein Bündnis mit Grünen und Südschleswigschem Wählerverband (SSW) an.

Prognosen kurz nach 18 Uhr

Insgesamt sind 2,2 Millionen Wahlberechtigte zur Abstimmung aufgerufen. Die Wahllokale schließen um 18.00. Prognosen von ARD und ZDF werden unmittelbar danach erwartet. Um elf Uhr lag die geschätzte Wahlbeteiligung bei 17,7 Prozent.

Als erster Spitzenkandidat gab der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki seine Stimme ab. Der Vorsitzende der Landtagsfraktion füllte seinen Wahlzettel am Vormittag in seinem Wohnort Strande bei Kiel aus.

Die kriselnde FDP hat nach jüngsten Umfragen wieder bessere Chancen, erneut in den Landtag zu kommen. Dort wird erstmals auch die Piratenpartei erwartet. Für die Linke sind die Aussichten auf einen Wiedereinzug in das Parlament eher schlecht.
Ob die Nord-SPD eine Koalition mit Grünen und SSW - die sogenannte Dänen-Ampel - bilden kann, hängt auch vom Ergebnis der FDP und der Piraten ab. Die CDU will so viele Stimmen holen, dass eine Regierungsbildung ohne sie nicht möglich ist. Eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition ist nach den Umfragen nicht in Sicht. (dpa)