Es war ein Auftritt, der viele Fragen offen ließ. Am Montagmittag erklärte der unterlegene Präsidentschaftskandidat der größten Oppositionspartei CHP in Ankara, dass er den Sieg von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei den Wahlen in der Türkei anerkenne und ihm gratuliere. Muharrem Ince sagte auf einer Pressekonferenz, die von der CHP selbst ermittelten Ergebnisse der Präsidenten- und Parlamentswahlen unterschieden sich nicht wesentlich von denen der Wahlkommission. Der stärkste Oppositionskandidat warnte erneut vor Erdogans „Ein-Mann-Herrschaft“. Doch auf gravierende Auffälligkeiten des Wahlergebnisses ging er nicht weiter ein.

Präsident Erdogan hatte sich am Abend bereits während der laufenden Stimmenauszählung zum Wahlsieger erklärt. Am frühen Montagmorgen bestätigte die Wahlkommission, dass er bei der Präsidentenwahl in der ersten Runde die absolute Mehrheit gewonnen habe. Das von Erdogans AKP angeführte Parteienbündnis mit der rechtsextremen MHP errang der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge bei der gleichzeitigen Parlamentswahl außerdem die absolute Mehrheit der Sitze in der Nationalversammlung.

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